1. come-on.de
  2. Sport
  3. Lokalsport

Ein Trainer aus der Mitte des Teams

Erstellt:

Von: Lars Schäfer

Kommentare

fussball_zweikampf_spieler
Tim Rademacher (rechts) ist neuer Cheftrainer beim TuS. © Jeide, Michael

Wenn sich die Mannschaft des Fußball-Landesligisten TuS Langenholthausen am Dienstagabend zur ersten Trainingseinheit dieser Woche zusammenfinden wird, dann wird es keine gewöhnliche Einheit, kein „business as usual“ sein in der Düsterloh-Arena. Auch für Tim Rademacher nicht.

Langenholthausen - Nach dem am Sonntagabend im Anschluss an die Langenholthausener 1:2-Niederlage bei den VSV Wenden bekannt gegebenen Rücktritt von Trainer Uli Mayer ist aus dem kickenden „Co“ Tim Rademacher der neue Cheftrainer Tim Rademacher geworden. Eine neue Rolle und zugleich eine neue Herausforderung für den 33-jährigen Physiotherapeuten.

Weil „Rade“, wie sie ihn am Düsterloh rufen, seit Sommer 2016 Teil der TuS-Familie ist, wird eine Vorstellung des neuen Trainers nicht nötig sein. Rademacher weiß nur zu gut, wie das Team tickt. Und das Team weiß, wie „Rade“ so tickt. Schließlich kommt der erfahrene Torjäger ja aus ihrer Mitte.

Tim Rademacher kannte Uli Mayer schon lange vor der gemeinsamen Zeit in Langenholthausen. „Uli ist immer mit 110 oder 120 Prozent dabei“, sagt der 33-Jährige, den Mayers Entscheidung im Gegensatz zu den meisten Akteuren nicht überraschte. „Natürlich ist sein Rücktritt sehr schade. Aber verwundert hat es mich nicht. Uli wollte mit seinem Rücktritt ja auch ein Zeichen setzen“, sagt der Oeventroper, der nun bis zum Saisonende Cheftrainer des Landesligisten sein wird.

Als Präsident Charly Grote ihm nach dem Mayer-Rücktritt angeboten habe, das Team bis zum Sommer hauptverantwortlich zu coachen, habe er nicht direkt zugesagt, verdeutlicht Tim Rademacher. Doch „Rade“ wollte seine Teamkameraden in dieser sportlich schwierigen Zeit nicht hängen lassen und sagte dem Goldbäcker zu.

Geleitet hat Tim Rademacher das Training beim TuS immer dann, wenn Uli Mayer mal verhindert war. Das aber kam selten vor. „Uli war ja fast immer da“, sagt Rademacher, der sich selbst daher auch immer mehr als Spieler und nicht so sehr als Co-Trainer gesehen habe.

Ob sich Tim Rademacher weiterhin sonntags das grün-weiße Trikot überstreifen oder das Team von der Trainerbank aus coachen wird, hängt auch davon ab, wie schnell ein Assistent gefunden wird. „Mich soll noch jemand unterstützen“, verdeutlicht der 33-Jährige, der wenig von einer Spielertrainer-Lösung hält. Wer ihn neben Torwarttrainer Michael Stiefermann, der seine Arbeit fortsetzt, unterstützen wird, steht noch nicht fest. Nur so viel: Es soll eine externe Lösung geben.

Von der Mannschaft erwartet „Rade“, dass sie jetzt die Ärmel hochkrempelt und alles dafür tun wird, um wieder erfolgreichen Fußball zu spielen. „Wir müssen wieder an unsere eigenen Stärken denken und sie auf den Platz bekommen. Wir haben ja einen super Kader“, so Rademacher, der in seinem ersten Spiel als Cheftrainer mit dem TuS am Sonntag auf Spitzenreiter SC Obersprockhövel trifft. Gegen den dicksten Brocken in der Landesliga aber kann der TuS im Prinzip nur positiv überraschen...

Auch interessant

Kommentare