Zustimmung für eine Traglufthalle

Tennisverein Plettenberg will auch im Winter am Edenborn spielen

Vorstand des Tennisvereins Plettenberg
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Der aktuelle Vorstand des TV Plettenberg (von links): Kai Januschewski, Philip Fries, Dr. Erika Sichert-Hermanni, Michael Thurm, Achim Winterhoff, Andreas Schachta und Lutz Güde.

Der Tennisverein Plettenberg hat Großes vor. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend stellte Lutz Güde, zweiter Vorsitzender, Pläne für eine Traglufthalle vor. Mit einer solchen aufblasbaren Hülle wäre das Training das ganze Jahr über möglich. Schon zur nächsten Wintersaison könnte das was werden.

Plettenberg - Geplant ist die Traglufthalle über den Plätzen 1 und 2 von Oktober bis April. In dieser Zeit müssen Mitglieder meist nach Finnentrop fahren, damit sie im Winter trainieren können. Denn in Plettenberg, Herscheid und Werdohl gibt es keine Tennishallen mehr.

Es wäre eine echte Bereicherung für Plettenberg, wenn ganzjährig Tennis gespielt werden könnte. Gut 15 Grad sei es in der Halle warm, erklärte Güde. Zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern habe er schon in solchen Hallen gespielt und sich mehrere Modelle angeschaut. Seit einem guten halben Jahr steht die Idee beim TVP nun schon im Raum. Mit einer Präsentation wurden Details vorgestellt.

Damit die Halle stehen bleibt, muss ständig ein Gebläse arbeiten. Wichtig sei deshalb ein Notstromaggregat, so Güde. Im Fall der Fälle könne so sichergestellt werden, dass die Halle nicht zusammenbricht – und alle rechtzeitig raus können. Neben dem normalen Eingang über eine Drehtür werde es einen Notausgang geben. Ausgestattet sei das Exemplar, das an den Edenborn kommen soll, auch mit Sensoren, die etwa bei zu viel Wind oder Schnee auf dem Dach anschlagen. Dann könne der Druck erhöht werden.

Lutz Güde, 2. Vorsitzender, stellte die Pläne für die Traglufthalle vor.

Der durch Profis begleitete Aufbau könne mit genügend Helfern sicher in zwei bis drei Tagen erfolgen, der Abbau in einem, schätzte Güde. Zusammengefaltet sei die Halle gut 3x3 Meter groß. „Die Lagerung ist das kleinste Problem.“ Wahrscheinlich komme sie in den Sommermonaten bei einem Plettenberger Spediteur unter.

Um das insgesamt rund 160 000 Euro teure Projekt zu realisieren, soll eine GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) mit fünf bis zehn Gesellschaftern gegründet werden. „Der TVP trägt damit kein finanzielles Risiko und kein Haftungsrisiko“, sagte Güde. Gehe etwas schief, sei die GbR in der Verantwortung. Die Gesellschaft ermögliche dazu schnelle Entscheidungen etwa bei Reparaturen. Ganz aktuell ist am Freitag schon der Bauantrag genehmigt worden. Nun solle weitergeplant werden.

Auf der eher mäßig besuchten Jahreshauptversammlung im Vereinsheim stieß das Vorhaben auf Zustimmung und interessierte Nachfragen. Dass auf den Verein selbst kaum ein Risiko zukomme, gleichzeitig aber die Attraktivität massiv gesteigert würde, kam gut an. Noch in diesem Jahr, wahrscheinlich kurz vor Weihnachten, soll es ein weiteres Treffen geben, bei dem dann final entschieden wird. „Ich stehe dahinter“, betonte auch der wiedergewählte Vorsitzende Achim Winterhoff.

Auch sonst läuft es derzeit rund beim TV Plettenberg. Zum 1. September waren 221 Mitglieder im Verein – 25 mehr als im Jahr davor, wie der Vorsitzende erfreut berichten konnte. „Ich bin positiv überrascht worden“, erklärte er. Seit dem Juxturnier 2020 sei es stetig bergauf gegangen. Der Altersdurchschnitt sei im Verein von 42 auf 38 Jahre gesunken, 30 Kinder trainierten derzeit am Edenborn. Derzeit werde noch nach einem weiteren Trainer gesucht, nachdem die aktuellen keine weiteren Kapazitäten frei hätten.

Der Verein habe die Corona-Zeit „sehr, sehr gut überstanden“, bilanzierte Winterhoff. Die beiden Sommer-Saisons in 2020 und 2021 hätten trotz Corona weitestgehend gespielt werden können, wenn auch mit Einschränkungen.

Gestiegen sei auch das Spendenaufkommen. Erfolgreich konnte zudem ein Fördertopf angezapft werden, mit dem das Juxturnier unterstützt werden konnte, so Winterhoff. Die Entscheidung über eine weitere Förderung für diverse Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten auf dem Gelände stehe noch aus.

Auf dem Gelände ist in den letzten eineinhalb Jahren einiges passiert. Inzwischen gibt es ein Spielgerät für die Kinder des Vereins. Komplett saniert worden ist im vergangenen Jahr die Herrendusche, wie Anlagenwart Lothar Sönnecken erklärte. Für dieses Jahr stach in seinem Bericht die Inbetriebnahme der Sprinkleranlage auf den Plätzen 1 bis 4 hervor.

Sportwart Michael Thurm blickte auf die sportlichen Erfolge der Mannschaften zurück und auch auf die gelungene Stadtmeisterschaft, die eine Woche zuvor auf der Anlage zuende gegangen war – „mit einer sehr guten Resonanz.“ 23 Teilnehmer waren dabei. Am kommenden Freitag soll es die Kinder-Stadtmeisterschaften für alle ab vier Jahren geben. „Bis jetzt haben wir 16 Anmeldungen“, erklärte Verena Klippert, die sich auf einen schönen Nachmittag freut.

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