Ausgelassene Chancen gegen einen starken Gast

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Starke Leistung beim Zwei-Satz-Sieg gegen Marc Senkbeil: Marvin Müller holte für den LTV 99 im Heimspiel gegen Dortmund einen von zwei Einzelpunkten.

Lüdenscheid -   Es war eine Partie, die viele Parallelen zum Saisonauftakt am vergangenen Wochenende in Versmold aufwies: Auch gegen den Dortmunder TK Rot-Weiß unterlag der Lüdenscheider TV von 1899 3:6. Bei der Heimpremiere am Stadtpark stimmte dabei wieder die Leistung, nicht aber unterm Strich das Ergebnis.

Von Thomas Machatzke

Das Positivste vorweg: Das Wetter war alles andere als gut, aber es hielt zumindest so weit, dass beide Teams nicht in die Tennishalle am Wehberg ausweichen mussten. So zeigten sich die Spieler widerstandsfähig und nahmen nicht jeden Regentropfen zum Anlass, die Partien zu unterbrechen.

In Bestbesetzung traten beide Seiten nicht an: Beim LTV 99 fehlte kurzfristig Rogier Wassen, der mit Fieber im Bett lag. Die Dortmunder mussten ihre etatmäßige Nummer vier, Alexander Mannapov, ersetzen. Für die Gastgeber gewiss eine größere Hypothek. Umso erstaunlicher war der Start: Der an Position zwei aufgerückte Kevin Noordermeer spielte gegen den Schweden Robin Olin richtig gutes Tennis und gewann den ersten Satz. Marvin Müller tat es ihm gegen Marc Senkbeil gleich. Und selbst der ins Team nachgerückte Christoph Quandel hatte gegen Philipp Ewers in einem völlig offenen Match alle Chancen. Der LTV 99 hätte so mit einem 3:0 starten können, doch es wurde nur ein 1:2. Müller hielt sein tolles Niveau und siegte in zwei Sätzen. Noordermeer aber hatte sich immer stärkerer Gegenwehr von Olin zu erwehren. Der Schwede wurde immer sicherer und drehte die Partie in drei Sätzen. Quandel zog zudem in zwei sehr knappen Sätzen den Kürzeren.

Tsuchiya sorgt für zweiten Einzelpunkt

So war die Richtung vorgezeichnet. Dino Jablonski hatte anschließend gegen den starken Russen Konstantin Gerlakh ebenso wenig eine Chance wie der erst am Samstag aus den USA zurückgekehrte Maximilian Drüppel gegen die frühere Dortmunder Nummer eins Philipp Karwasz. So stand es im Raum, dass die Partie bereits nach den Einzeln hätte entschieden sein können. Dies aber wendete im Spitzeneinzel der Brasilianer Alexandre Tsuchiya in einem extrem engen, aber auch sehr unterhaltsamen Topeinzel in drei Sätzen gegen den Deutschrussen Yan Sabinin ab.

2:4 nach den Einzeln – das ließ wenig Hoffnung für die Doppel. Die Kombination Noordermeer/Drüppel sorgte gegen Gerlakh und Ewers für den dritten LTV-Punkt – Gerlakhs Rückenbeschwerden beendeten die Partie vorzeitig. Tsuchiya/Müller und Jablonski/Quandel dagegen mussten sich dem Gast in jeweils zwei Sätzen – in beiden Fällen in engen Partien – beugen. So war die zweite Saisonniederlage perfekt.

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