Aufholjagd nach 0:3-Rückstand bleibt ungekrönt

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Drei-Satz-Sieg im Spitzeneinzel gegen den Spanier Marc Fornell: Lüdenscheids Brasilianer Alexandre Tsuchiya überzeugte am Sonntag.

Lüdenscheid - Krimi ohne Happyend für den LTV 99: Im dritten Saisonspiel der Tennis-Westfalenliga unterlagen die Bergstädter am Sonntag dem TSC Hansa Dortmund 4:5. Entschieden wurde eine Partie, die früh verloren schien für das Lüdenscheider Team, letztlich erst im Match-Tiebreak des letzten Doppels.

Von Thomas Machatzke

Der Vormittag hielt wenig Erfreuliches für den Gastgeber bereit. Ein nach seiner Grippe noch nicht richtig fitter Rogier Wassen hatte gegen den Rumänen Robert Coman keine Chance. Maximilian Drüppel überzeugte eine Woche nach seiner Rückkehr aus den USA auch gegen Marco Neubau nicht und unterlag glatt. Dino Jablonski (4) spielte dagegen zwar ein sehr ordentliches Match gegen Philipp Leonhardt, verlor dieses Match aber im Tiebreak des dritten Satzes. So stand es nach den ersten Einzeln 0:3.

Um überhaupt noch eine Chance zu haben, brauchte der LTV 99 drei Siege im zweiten Einzeldurchgang. Das war unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Marvin Müllers Zwei-Satz-Sieg gegen Sven Bendlin leitete eine imposante Aufholjagd ein. Parallel hatte Alexandre Tsuchiya im Spitzeneinzel gegen den Spanier Marc Fornell den ersten Satz abgegeben. Als er im Tiebreak des zweiten Satzes 0:3 und 2:5 hinten lag, drohte der Knock-out. Doch der Brasilianer drehte das Spiel, gewann den Tiebreak noch 8:6 und den dritten Satz 6:4. Da auch der Niederländer Kevin Noordermeer sein Einzel gegen Igor Rivchin in zwei Sätzen – erst mühsam, dann sehr souverän – gewann, hatte der LTV 99 das erhoffte 3:3 nach den Einzeln.

Entscheidung im letzten Doppel

Der Doppel-Poker konnte beginnen – die Bergstädter mühten sich um drei starke Kombinationen, die Dortmunder dagegen schenkten das erste Doppel praktisch ab und hatten damit Erfolg. So kamen Wassen/Jablonski als stärkstes LTV-Gespann zu einem 6:0, 6:0-Sieg gegen Rivchin und Hansa-Teamkapitän Oliver Janz, der für Leonhardt ins Team gerückt war. Doppel drei mit Noordermeer und Drüppel ging in zwei Sätzen verloren. So schaute alles auf die Partie zwischen Tsuchiya/Müller und Fornell/Neubau. Und die ging nach verlorenem ersten Satz für die Bergstädter in den Matchtiebreak. Wohl und Wehe des Tages hingen an diesen am Ende 15 Ballwechseln. Mit dem besseren Ende für den Gast. Fornell und Neubau siegten 10:5, der TSC Hansa 5:4. Und der LTV 99? – Steht nach drei verlorenen Spielen nun am nächsten Sonntag in Hiltrup mächtig unter Druck.

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