Auftakt-Niederlage beim starken Aufsteiger

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Kein Einstand nach Maß für Alexandre Tsuchiya (rechts) beim LTV 99: Der Brasilianer musste sich am Sonntag Versmolds Topspieler Daniel Masur in zwei Sätzen geschlagen geben.

Versmold - Es war der erwartet hochklassige und in vielen Phasen zudem sehr spannende Saisonauftakt. Allerdings ein Auftakt, der dem Lüdenscheider TV von 1899 trotzdem nicht schmecken konnte: 3:6 unterlagen die Bergstädter am Sonntag beim starken Liga-Neuling Tennispark Versmold auf der modernen Anlage am Versmolder Stadtpark.

Von Thomas Machatzke

Kapitän Dino Jablonski war es, der die Gäste nach einem 0:3-Fehlstart doch noch im beeindruckenden Eiltempo in Führung brachte. 6:4 und 6:0 wies er den jungen Noel Stassen in die Schranken. Parallel mühte sich Rogier Wassen gegen den Rumänen Laurentiu Erlic. Erlic aber hatte die bessere Länge in den Grundschlägen und war schneller auf den Beinen. Im Tie-Break des zweiten Satzes nutzte der Lokalmatador seinen dritten Matchball zum Erfolg. Trotzdem führte der Gast nach der ersten Einzelrunde. Youngster Robin Sanz hatte bei seiner Westfalenliga-Premiere zwar den ersten Satz gegen den deutlich älteren Jan Bentfeld abgeben müssen, doch mit zunehmender Spieldauer plagten den Versmolder Krämpfe in der Hand. Er versuchte, sich mit dem einen oder anderen Psychotrick über die Runden zu retten, doch Sanz hatte die richtigen Antworten und gewann in drei Sätzen.

Das ließ sich gut an, doch der zweite Einzeldurchgang sollte die Wende zugunsten der Ostwestfalen bringen. Kevin Noordermeer spielte dabei gar nicht einmal schlecht, fand an diesem Tag aber seinen Meister im exzellent aufgelegten Schweden Viktor Stjern, der die Partie nach Belieben dominierte. Nicht gar so deutlich waren die Kräfteverhältnisse im Spitzeneinzel. Versmolds Topkraft Daniel Masur hatte erst am Samstag das Preisgeld-Turnier in Bochum im Finale gegen den starken Iserlohner Marvin Netuschil gewonnen. Seine Topform beeindruckte auch den neuen Lüdenscheider Brasilianer Alexandre Tsuchiya, der phasenweise sein Können aufblitzen ließ, am Ende aber in zwei Sätzen verlor. So lag es an Marvin Müller, zumindest ein 3:3 nach den Einzeln zu retten. Es war das längste Match des Tages – am Ende aber behielt Erik Finkenbrink beim 7:5 im dritten Satz die Oberhand.

Tsuchiya und Müller siegen im Doppel

4:2 nach den Einzeln – so sprach alles für Versmold. Die Gäste brauchten drei Siege in den Doppeln und mussten entsprechend drei Doppel stark machen – eine praktisch nicht machbare Aufgabe gegen die starken Gastgeber, für die Masur und Erlic im Spitzendoppel gegen die bewährte Kombination Wassen/Jablonski in zwei Sätzen alle Zweifel ausräumten. Die Neuzugänge Alexandre Tsuchiya und Marvin Müller feierten immerhin im Doppel einen gemeinsamen Sieg. Das letzte Doppel ging aber in drei Sätzen an Versmold, so dass der LTV 99 mit einer 3:6-Auftaktniederlage im Gepäck die weite Heimreise ins Sauerland antreten musste.

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