LTV 99 scheitert am neuen Match-Tiebreak

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An einem Tag im Zeichen des neuen Match-Tiebreaks zog es der neue LTV-Brasilianer Fabricio Neis vor, sein Einzel und sein Doppel in zwei Sätzen für sich zu entscheiden.

Lüdenscheid  - Das Wetter hielt, die Plätze auch, doch der Tag des Lüdenscheider TV von 1899 war es trotzdem nicht: 4:5 unterlag das Westfalenliga-Team des Traditionsvereins vom Stadtpark am Sonntag zum Auftakt der Saison dem TC Südpark Bochum. Es war eine sehr, sehr unglückliche Niederlage.

Von Thomas Machatzke

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet erwiesen sich dabei als Meister des Match-Tiebreaks. Dazu im Gegensatz wurde die Neuerung, die in dieser Saison in Westfalen gilt, für die Gastgeber direkt zum Ärgernis. „Ich bin nicht umsonst im Kreis der Gegner des Match-Tiebreaks dabei gewesen“, sagte LTV-Kapitän Dino Jablonski am Abend frustriert, „bei Spielen mit normalen dritten Sätzen hätten wir ganz sicher bessere Karten gehabt.“

Tatsächlich resultierten am Ende des Tages alle fünf Punkte des Gastes aus Entscheidungen im verkürzten dritten Satz. Der LTV 99 gewann nur einen der sechs Match-Tiebreaks. Direkt zu Beginn entschied Rogier Wassen gegen Sven Löchter diesen Tiebreak 10:3 für sich. Wassen war der einzige Lüdenscheider im ersten Einzeldurchgang, der punktete. Dino Jablonski und Christoph Quandel, die gegen Wahl und Messler beide den zweiten Satz gewonnen hatten, zogen dagegen 7:10 im Entscheidungs-Tiebreak den kürzeren. Im gleichen Takt – und sogar noch eine Spur extremer – ging es weiter: Im Spitzeneinzel entschied der neue LTV-Brasilianer Fabricio Neis das erste Zwei-Satz-Spiel des Tages gegen Yuri Soberon für sich und glich zum 2:2 aus. Doch nach den Einzeln stand es 2:4 – es hätte genauso gut 4:2 stehen können.

Ergebnisse:

Fabricio Neis – Yuri Soberon 7:6, 7:6; Rogier Wassen – Sven Löchter 3:6, 6:4, 10:3; Kevin Noordermeer – Walter Treu 6:7, 6:2, 14:16; Dino Jablonski – Carsten Wahl 3:6, 6:4, 7:10; Robin Sanz – Jan Pannewig 0:6, 7:5, 10:12; Christoph Quandel – Christopher Messler 6:7, 6:4, 7:10; Wassen/Noordermeer – Soberon/Löchter 6:3, 6:0; Neis/Quandel – Wahl/Pannewig 6:2, 6:1; Jablonski/Sanz – Treu/Messler 6:2, 4:6, 7:10

Robin Sanz hatte gegen Jan Pannewig nur schwer ins Spiel gefunden, aber den zweiten Satz gewonnen. Im Match-Tiebreak dann führte er 9:5, hatte vier Matchbälle, doch der erfahrenePannewig drehte den Entscheidungs-Durchgang zum 10:12. Parallel dazu hatte auch Kevin Noordermeer gegen Walter Treu beim 9:7 im Match-Tiebreak zwei Matchbälle, ließ sie aber ebenfalls aus und verlor 14:16. Bitterer hätte es auch Sicht der Gastgeber nicht laufen können.

Und doch sollte noch einmal alles drin sein. Die ersten beiden Doppel – Wassen/Noordermeer und Neis/Quandel – gingen überaus glatt in zwei Sätzen an die Platzherren. Im dritten Doppel trafen Dino Jablonski und Robin Sanz auf das Duo Treu/Messler und gewannen den ersten Satz ebenfalls glatt 6:2. Doch nach einem 4:6 im zweiten Durchgang ging auch dieses letzte Spiel des Tages in den Match-Tiebreak – und wieder hatten die Bochumer das bessere Ende für sich. Treu und Messler feierten einen 10:7-Sieg und sicherten ihrem Team damit einen hart erkämpften und irgendwie auch durchaus schmeichelhaften Erfolg zum Auftakt der neuen Tennis-Saison.

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