Zum Heimauftakt die nächste harte Nuss

+
Trifft mit dem LTV 99 auf den Dortmunder TK Rot-Weiß: Neuzugang Marvin Müller.

Lüdenscheid - So schlimm wird es schon nicht sein, mag sich Alexandre Tsuchiya gedacht haben, als er sich für Lüdenscheid und ein paar Sommerwochen im Sauerland entschieden hat – so schlimm kann das Wetter im Sommer doch nicht sein. Aber seit Tsuchiya in der Bergstadt weilt, regnet es jeden Tag. Mal mehr, mal weniger. Ungemütlich ist es. Lüdenscheider Wetter eben.

Von Thomas Machatzke

Auch für Sonntag ist wenig Besserung in Sicht. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei 75 Prozent. Das wird weder Tsuchiya gefallen noch seinen Teamkollegen vom Tennis-Westfalenligisten LTV 99. So droht dem Heim-Auftakt gegen den Dortmunder TK Rot-Weiß schlimmstenfalls sogar der Umzug in die Tennishalle am Wehberg. Keine schöne Vorstellung. Gespielt werden soll in jedem Fall ab 10 Uhr am Sonntag.

Spielen wird auf jeden Fall auch Maximilian Drüppel. Er wird am Samstag aus den USA zurück erwartet. Dort hat er vor allem Hartplatz-Tennis am College gespielt. „Aber es ist eine gute Chance für ihn, wieder reinzukommen“, sagt Kapitän Dino Jablonski. Drüppel wird für Youngster Robin Sanz ins Team rotieren. Sanz wäre wohl gegen Philipp Karwasz ohnehin eher chancenlos gewesen und soll außerdem (noch) nicht festgespielt werden in der ersten Mannschaft. Der Dortmunder Karwasz spielte 2013 noch an Position zwei. Da ist auch Drüppel klarer Außenseiter. Erst recht mit Jetlag und ohne Sandplatzerfahrung.

Vor allem aber zeigt die Personalie Karwasz, wie gut die Rot-Weißen aufgestellt sind. Wenn er an sechs spielt, dann gibt es fünf Spieler, die besser eingestuft sind als die letztjährige Nummer zwei. So kommt der 9:0-Auftaktsieg gegen Brackwede nicht von ungefähr. „Sie wollen nur den Klassenerhalt“, sagt Jablonski, der gute Beziehungen nach Dortmund hat. Aber genau deshalb weiß er auch, dass die Dortmunder diesen Klassenerhalt so früh wie möglich wollen. In Lüdenscheid werden sie wieder mit ihrer ersten Sechs antreten.

Bessere Chancen an Position eins bis drei

Die ist russisch geprägt. Yan Sabanin (1) und Alexander Mannapov (4) haben russische Wurzeln, sind aber Tennis-Deutsche. Dazu kommt als Nummer drei unter russischer Flagge Konstantin Gerlakh. An Position zwei spielt der Schwede Robin Olin. Ein internationales und schlagkräftiges Ensemble. Mithin ein Ensemble, gegen das der LTV 99 Außenseiter ist.

„An den ersten drei Positionen sollten wir etwas bessere Chancen haben als zuletzt in Versmold“, sagt Jablonski, „aber an den hinteren Positionen wird es noch schwerer.“ Sei’s drum – enge Matches erwartet der Kapitän, und in engen Matches ist alles möglich. Eine Niederlage wäre noch kein Beinbruch, ein Sieg indes eine schöne Sache. Auch für die Stimmung von Alexandre Tsuchiya in der allgemeinen Regen-Tristesse dieser Mai-Tage.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare