Der Klassenerhalt ist in trockenen Tüchern

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Steuerte den Big Point des Tages beim 7:2-Sieg des LTV 99 bei: Kevin Noordermeer, der drei Matchbälle abwehrte und noch in drei Durchgängen gewann.

Lüdenscheid - Der Lüdenscheider TV von 1899 hat in der Tennis-Westfalenliga den Klassenerhalt sicher: Das Team vom Stadtpark nahm auf dem Weg zu diesem Klassenerhalt allerdings den Umweg über den Wehberg.

Von Thomas Machatzke

In der Tennishalle von Karl-Heinz Hartwigsen setzte sich der LTV 99 an Himmelfahrt gegen den TC Brackwede 7:2 durch. Damit haben die Aufsteiger aus Brackwede und Hiltrup zwei Spieltage vor dem Ende nach dem 5:4-Sieg von Hansa Dortmund gegen Versmold keine Chance mehr auf den Klassenverbleib. Es war unterm Hallendach – an ein Spiel unter freiem Himmel war nicht zu denken – ein knappes Match gegen die Ostwestfalen. Gespielt werden konnte nur auf zwei Plätzen, weil der dritte Court in der Halle nicht mehr westfalenliga-adäquat ist. So gingen zunächst Rogier Wassen (2) und Robin Sanz auf den Platz. Wassen machte mit dem Deutsch-Spanier Daniel Lencina kurzen Prozess, gab nur im zweiten Satz zwei Spiele ab. Sanz spielte auch stark auf und zwang Lutz Leiding 6:4, 6:4 in die Knie. 2:0 - das klang gut. Doch von einer Vorentscheidung war der LTV 99 noch weit weg. Kapitän Dino Jablonski (4) musste sich dem frisch gebackenen U16-Vize-Westfalenmeister Valentin Günther glatt geschlagen geben. So stand es 1:2, als im Spitzeneinzel ein so nicht unbedingt zu erwartender 6:4, 7:6-Erfolg von Alexandre Tsuchiya gegen den in der Halle eigentlich deutlich erfahreneren Kroaten Mira Hrvatin folgte. Eine starke Vorstellung des Brasilianers zum 3:1. Marvin Müller hatte anschließend gegen den sehr starken Deutsch-Kroaten Neven Krivokuca keine Chance. 3:3 oder 4:2 nach den Einzeln? Diese Frage musste Kevin Noordermeer beantworten. Gegen Gerrit Malte Kropp verlor der Niederländer den ersten Satz 3:6, holte sich dann glatt den zweiten Durchgang, doch als Noordermeer im dritten Satz bei eigenem Aufschlag 4:5 und 0:40 zurücklag, schien das 3:3 besiegelt. Noordermeer aber wehrte drei Matchbälle ab und holte sich den Satz noch 7:5. Es war der Big Point des Tages.

Alle Doppel gehen an die Gastgeber

Das 4:2 nach den Einzeln spielte dem Gastgeber in die Karten. Der LTV machte das erste Doppel mit Tsuchiya und Wassen stark, das siegte dann auch, allerdings gegen Hrvatin/Günther beim 7:6, 7:6 deutlich knapper als erhofft. Damit war die Partie gewonnen. Die anschließenden Erfolge der Kombinationen Jablonski/Müller (13:11 nach zwei abgewehrten Matchbällen im Matchtiebreak) und Noordermeer/Drüppel waren nicht nur eine schöne Zugabe, sondern ein echtes Ruhekissen, denn rein theoretisch hätte es ja noch zu einem Dreier-Vergleich kommen können mit Brackwede und Hansa Dortmund. Der hätte dem LTV 99 nach dem 7:2 keine Sorgen mehr gemacht – auch wenn Hansa parallel nicht gewonnen hätte.

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