Dreifacher Doppel-Triumph für das Stadtpark-Sextett

Kevin Noordermeer biss nach seiner Handgelenks-Verletzung auf die Zähne und holte noch an der Seite von Sascha Schiepek einen Zähler im Doppel. Foto: Krüger

DORSTEN - Die Tennisspieler des Lüdenscheider TV von 1899 Am Stadtpark ließen es an Einsatz wahrlich nicht mangeln. „So tief bin ich noch nie runtergegangen“, stöhnte zum Beispiel Max Drüppel nach dem in allergrößter Not erlaufenen Stopp-Ball, den er noch zurückbrachte und damit Spiel, Satz und Sieg holte. Drüppels 6:4, 6:4 gegen Tobias Wessel vom TV Feldmark Dorsten war einer von drei Einzelpunkten für den LTV 99 – nach 3:3-Zwischenstand drehten die Lüdenscheider Westfalenliga-Spieler dann in den Doppeln groß auf, holten drei Siege zum 6:3-Auswärtserfolg im Vest.

Damit dürften die Sauerländer einen entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt getan haben – ganz sicher ist sich LTV-Mannschaftsführer Dino Jablonski aber noch nicht – und er relativierte auch den dreifachen Triumph in den Doppeln: „Das war alles super-eng bis auf das zweite Doppel mit Mikelis Libietis und Max Drüppel, das war relativ glatt.“ Für das Schlüsselspiel im Tabellenkeller hatten beide Seiten „nachgerüstet“: Die Dorstener mit ihrer etatmäßigen Nummer zwei, dem Spanier Gerard Gallego, die Lüdenscheider mit Kevin Noordermeer (Niederlande/Nr. 2) und Mikelis Libietis (Lettland/Nr. 3).

Noordermeers Gelenk „macht Plopp“

Die Rechnung ging für die Bergstädter vorerst aber nur zum Teil auf: Libietis setzte zwar mit seinen gewaltigen Aufschlägen gegen Jannik Brozio ein Ausrufezeichen nach dem anderen, kam zu einem ungefährdeten Zwei-Satz-Erfolg. Doch bei Noordermeer spielte der Körper nicht mit – präzise gesagt: das rechte Handgelenk. „Irgendwas hat Plopp gemacht“, beschrieb LTV-Trainer Marc Gummersbach das Malheur. Noordermeer spielte mit Tapeverband und Schmerzmitteln weiter, gab aber nach bis dato souveräner Vorstellung und Führung mit einem Break das Match ab.

Wassen hält gegen Vishnu Vardhan gut mit

„4:2 und die Messe ist gelesen“, klagte Jablonski an dieser Stelle – auch Rogier Wassen war im Spitzen-Einzel gegen den indischen Weltranglisten-Spieler Vishnu Vardhan nicht chancenlos gewesen. So kam es auf die Doppel an – und in denen punkteten ausnahmslos die Gäste, die, wie Jablonski meinte, einfach bissiger waren und das entscheidende Quäntchen mehr an Einsatz zeigten.

Die Ergebnisse: Vishnu Vardhan – Rogier Vassen 6:3, 7:6; Gerard Gallego – Kevin Noordermeer 7:5, 6:2; Jannik Brozio – Mikelis Libietis 4:6, 2:6; Andre Albert – Dino Jablonski 0:6, 1:6; Tobias Wessel – Max Drüppel 4:6, 4:6; Christian Hoffmann – Sascha Schiepek 6:0, 6:0; Vardhan/Wessel – Wassen/Jablonski 4:6, 6:7; Brozio/Albert – Libietis/Drüppel 3:6, 2:6; Gallego/Hoffmann – Noordermeer/Schiepek 6:7, 6:7

Axel Krüger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare