Der LTV 99 bejubelt den Klassenerhalt

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Zwei-Satz-Sieg an Position sechs gegen Bastian Bornkessel: Kapitän Dino Jablonski gab im ersten Einzeldurchgang selbst die Richtung zum so wichtigen Sieg vor.

Lüdenscheid -  Stadtparkfest in Lüdenscheid, und Grund zum Feiern für die Tennisspieler des Lüdenscheider TV von 1899: Nach einem Tenniskrimi besiegte der LTV 99 im Abstiegsendspiel den TC Rechen Bochum mit 5:4 und hat damit einen Spieltag vor dem Saisonende definitiv den Klassenerhalt gesichert.

Bitter für den TC Rechen: Parallel feierte der TC Südpark Bochum einen unerwarteten 7:2-Sieg beim Dortmunder TK Rot-Weiß. Damit kann der TC Rechen zwar mit einem Sieg gegen Brackwede noch mit den Teams aus Dortmund und Lüdenscheid, die am nächsten Sonntag in Dortmund aufeinandertreffen, nach Punkten gleichziehen, hat allerdings gegen beide den direkten Vergleich verloren. Damit ist der TC Rechen genauso wie Brackwede definitiv abgestiegen. Auch der Meister steht seit Sonntag fest: Der Tennispark Versmold siegte im Gipfeltreffen 6:3 gegen Hansa Dortmund und spielt nun im nächsten Jahr in der Regionalliga.

Noordermeer und Jablonski legen vor

Am Stadtpark hatten beide Kontrahenten ob der Wichtigkeit der Partie ihr bestes Personal aufgefahren. Der LTV 99 spielte neben Neis und Wassen auch mit den Niederländer Kevin Noordermeer. Die Bochumer hatten drei Niederländer und einen Argentinier mitgebracht.

Für eine schnelle 1:0-Führung nach kuriosem Spielverlauf sorgte Kevin Noordermeer gegen seinen Landsmann René Lepp. Nach einer 5:0-Führung hatte Noordermeer sechs Spiele in Folge zum 5:6 verloren, dann aber den ersten Satz noch gedreht und letztlich in zwei Durchgängen gewonnen. Auf dem Nebenplatz kämpfte an Position sechs Dino Jablonski in einem vor allem im zweiten Durchgang sehr engen Match Bastian Bornkessel nieder. So stand es nach dem ersten Einzeldurchgang 2:1 – an Position zwei hatte Max Drüppel trotz eines guten Auftritts dem Argentinier Gabriel Gomez erwartungsgemäß zum Sieg gratulieren müssen.

Wassen gegen Pastoors ohne Chance

Das nächste Partie-Ende bedeutete allerdings den 2:2-Ausgleich: Im zweiten Niederländer-Duell des Tages war Rogier Wassen (3) der unglaublichen Power von Arjan Pastoors an diesem Tag nicht gewachsen. Pastoors spielte hohes Risiko mit geringer Fehlerquote und siegte glatt. Ebenso glatt allerdings hatte auf dem Nebenplatz Marvin Müller den Bochumer Robin Illiger zum 3:2 im Griff. Und so hatten bald alle Akteure und Zuschauer Zeit, sich ganz aufs Spitzeneinzel zu konzentrieren. Darin standen sich der Brasilianer Fabricio Neis und der Niederländer Stephan Fransen gegenüber. Neis legte los wie die Feuerwehr, schaffte direkt ein Break und gewann den ersten Durchgang. Den zweiten Satz aber holte sich der in dieser Saison noch ungeschlagene Fransen – es ging in den Match-Tiebreak. Und hier war Neis voll da, machte die wichtigen Punkte und gewann 10:4. Die so sehnsüchtig erhoffte 4:2-Führung nach den Einzeln – sie stand für den LTV 99 zu Buche.

So durften Rogier Wassen und Kevin Noordermeer im zweiten Doppel gegen Gomez/Lepp in zwei keineswegs klaren Sätzen den Sack zuschnüren. Die beiden Niederlagen von Neis/Drüppel und Jablonski/Glowick waren ebenso knapp wie verschmerzbar. Der LTV 99 hatte den Klassenerhalt gesichert. Nur das zählte am Tag des Stadtparkfestes.

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