Tennis

TC Halver vermeldet in Corona-Zeiten einen Mitgliederzuwachs

+
Im Winterschlaf: Zwar dürfte trotz Sport-Lockdowns weiter Tennis unter freiem Himmel gespielt werden, die Plätze des TC Halver 1960 am Rieker Grund sind hingegen schon „eingemottet“.

Halver – Die Netze sind abgebaut, die Werbeplakate der Sponsoren hängen nicht mehr. Im Gastrobereich des Clubhauses und im Keller machen die rührigen Damen des TC Halver 1960 Inventur, sortieren altes Geschirr aus, zählen aus dem Spätsommer übrig gebliebene Getränke. Winter- oder Corona-Pause am Rieker Grund?

Richtig ist irgendwie beides. Anfang November werden oberhalb des Freibades Herpine die Plätze winterfest gemacht. In diesem Jahr fällt der letzte Arbeitseinsatz zusammen mit den Tagen vor dem Sport-Lockdown. Und so ist die Corona-Pandemie trotz aller normalen Geschäftigkeit allgegenwärtig auf der schmucken Anlage. Und doch gibt es im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen einen gravierenden Unterschied beim TC Halver 1960. 

Es herrscht vorsichtiger Optimismus, auch den jetzt begonnenen Sport-Lockdown halbwegs unbeschadet zu überstehen. Grund sind die Erfahrungen des Frühjahres. Als der Sport erstmals stillstand, waren es die Tennis-Spieler, die aufgrund der besonderen Gegebenheiten (große Abstände, Spiele unter freiem Himmel etc.) früher als die meisten anderen wieder ihrer Leidenschaft nachgehen durften. 

Das hat sich in der Mitgliederbilanz niedergeschlagen. „Wir haben einen Mitgliederzuwachs verzeichnet“, berichtet TCH-Jugendwart Gordon Woronka, „vor allem aus den Mannschaftssportarten Fußball und Handball kamen neue Mitglieder.“ Und so hofft der TCH-Vorstand, dass er sich auch diesmal nicht einreihen muss in die Phalanx jener Vereine, die durch den Stopp aller Aktivitäten einen Mitgliederschwund befürchten. Allerdings: Zwar ist – theoretisch – Tennis unter freiem Himmel erlaubt, doch die Witterung gibt das nicht mehr her. Die Plätze werden „eingemottet“, Sanierungsarbeiten vorgenommen. 

So bleiben den Liebhabern des „weißen Sports“ nur die Hallen, doch die sind seit Montag pandemiebedingt tabu. Eine Entscheidung, die beim TCH-Vorstand auf nur wenig Verständnis trifft. „Ich finde es nicht richtig, dass Tennishallen und Fitnessstudios zugemacht werden. Man muss an die Events ran, wo es nachweislich viele Ansteckungen gegeben hat“, sieht TCH-Geschäftsführerin Dr. Sabine Wallmann einen Teil der Maßnahmen kritisch. Einen Verzicht auf Doppelspiele hätte Wallmann womöglich noch akzeptiert. 

Wenngleich: „Es geht vor allem um Nachverfolgbarkeit, und ich weiß doch, mit wem ich zusammengespielt habe.“ Für Wallmann ist unstrittig, dass „wir schleunigst lernen müssen, auf Eigenverantwortung zu setzen. Glaubt denn irgendwer, dass das Virus weg ist Anfang Dezember?“ 

Und so werden die Einschränkungen dann auch den TCH treffen. Gebuchte Winterhallenzeiten der Mitglieder können vorerst nicht wahrgenommen werden, fraglich ist zudem, ob die Winterhallenrunde, also die Meisterschaftsspiele, überhaupt starten kann. „Ich bin da skeptisch“, sagt Jugendwart Gordon Woronka, „wir haben zeitlich keinen großen Puffer, um Spiele, die jetzt schon ausgefallen sind, überhaupt nachzuholen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare