Ein neuer Brasilianer verstärkt den LTV 99

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Mit der zweiten Herrenmannschaft des LTV 99 in der Verbandsliga am Start: Talent Ludger Fastabend.

Lüdenscheid - Am Sonntag beginnt die Saison für die Herrenteams des Lüdenscheider TV von 1899 mit einem Doppel-Heimspiel. Ein Novum, denn beim Traditionsklub vom Stadtpark hat es noch nie zwei Herren-Mannschaften auf Verbandsebene gegeben.

Von Thomas Machatzke

Die erste Mannschaft ist gut aufgestellt für die Westfalenliga. Sogar besser als im Vorjahr. Trotzdem ist der Klassenerhalt das Ziel, mehr nicht. „Gewinnst du das erste Spiel, kannst du einen Lauf bekommen. Verlierst du das erste Spiele, kann es auch schwierig werden“, sagt Kapitän Dino Jablonski.

Wirklich Sorgen macht er sich derweil nicht, denn nominell wird die Mannschaft sogar doppelt aufgewertet. Zum einen, weil mit dem Brasilianer Fabricio Neis in diesem Jahr eine noch deutlich stärkere Spitzenkraft aufschlägt als im Vorjahr. Und vor einem Jahr war der Brasilianer Alex Tsuchiya mit nur einer Niederlage in den Einzeln auch schon eine Macht. Tsuchiya sollte auch in diesem Jahr kommen, doch nach einem Trainerwechsel hat er die Mai-Wochen mit Turnier-Einsätzen verplant. „Wir brauchen einen Spitzenspieler für die gesamte Saison“, sagt Jablonski. So wurde über Kontakte Rogier Wassens mit dem Linkshänder Fabricio Neis, der auch ein exzellenter Doppelspieler ist, noch ein echter Coup gelandet. Neis dürfte in der Liga nicht viel abgeben.

Zweiter Pluspunkt zum Vorjahr: Der LTV 99 hat dank der offiziellen Ranglisten bei der Aufstellung durchaus taktisch vorgehen können: Max Drüppel spielt in diesem Jahr an Position zwei. Dort wird er es sehr schwer haben, dafür aber rückt der Rest eine Position nach unten. Ab Position drei – Rogier Wassen, Marvin Müller (oder Kevin Noordermeer), Dino Jablonski und Robin Sanz – ist der LTV 99 aber sehr gut besetzt.

Allerdings gibt es zum Start wieder die College-Probleme: Max Drüppel kommt erst zum zweiten Spiel aus den USA zurück, Marvin Müller gar erst zum dritten. So wird der LTV 99 gegen Südpark Bochum (Jablonski: „Das ist direkt richtungsweisend...“) zwar Marvin Müller adäquat durch den Niederländer Kevin Noordermeer ersetzen, doch für Drüppel rückt an Position sechs mit Christoph Quandel ein Spieler aus der Reserve nach.

Topfavorit der Westfalenliga ist in diesem Jahr der deutlich verstärkte Tennispark Versmold. Die Teams, die der LTV 99 auf jeden Fall hinter sich lassen muss, um die Klasse zu halten, sind Brackwede und Rechen Bochum. Gegen alle übrigen Teams sind die Partieausgänge völlig offen.

Für die Reserve ist die Ausgangslage da eine andere: Das zweite Herrenteam hat sich als unangefochtener Meister der Südwestfalenliga 2014 für die Verbandsliga qualifiziert. Dort allerdings wird die Luft nun deutlich dünner. Erst recht, da der Verein auch eine Etage höher auf die eigenen Talente setzt, die den Aufstieg geschafft haben, und zudem das eine oder andere Personalproblem vorgezeichnet ist. Marc Schlösser, der das Team verstärken sollte, wird nicht spielen, ebensowenig Kacper Boborykin, der nach seinem College-Aufenthalt in den USA bleibt. Spitzenkraft Fin Glowick weilt ebenfalls noch in den USA und wird wie Müller und Drüppel in der ersten Mannschaft erst später dazustoßen. Kapitän Florian Wallmeier war zuletzt beruflich drei Monate in London und hat keine Wettkampfpraxis. Kaspar Volz fällt aufgrund eines Auslandsjahres in Spanien komplett aus.

So werden Fin Glowick nach seiner Rückkehr, Sascha Schiepek, Christoph Quandel, Ludger Fastabend, Neuzugang Maximilian Grundmann aus Dortmund, Florian Wallmeier und Lennart Fastabend den Kern des Teams bilden, das nur ein Ziel hat: den Klassenerhalt.

Schwierig genug wird es, dieses Ziel zu realisieren, denn in der Staffel sind mit Westfalenliga-Absteiger Hiltrup, aber auch dem Auftaktgegner Hagener TC Blau-Gold und Halden 2000 sehr starke Mannschaften. Bangemachen allerdings gilt nicht: Die junge Mannschaft vom Stadtpark will nach der tollen Südwestfalenliga-Saison im vergangenen Jahr auch diesmal wieder die etablierte Gegnerschaft das eine oder andere Mal überraschen.

Westfalenliga Aufstellung: 1. Fabricio Neis, 2. Alex Tsuchiya, 3. Mikelis Libietis, 4. Maximilian Drüppel, 5. Rogier Wassen,6. Kevin Noordermeer, 7. Marvin Müller, 8. Dino Jablonski, 9. Robin Sanz

Saisontermine – 3. Mai: TC Südpark Bochum (A); 10. Mai: TSC Hansa Dortmund (A); 17. Mai: TP Versmold (H); 31. Mai: TC Brackwede (A); 14. Juni: TC Rechen Bochum (H); 21. Juni: Dortmunder TK RW 98 (A)

Verbandsliga Aufstellung: 1. Fin Glowick, 2. Kacper Boborykin, 3. Marc Gummersbach, 4. Marc Schlösser, 5. Stijn Kits, 6. Sascha Schiepek, 7. Christoph Quandel, 8. Ludger Fastabend, 9. Maximilian Grundmann, 10. Florian Wallmeier, 11. Lennart Fastabend, 12. Kaspar Volz

Saisontermine – 3. Mai: Hagener TC Blau-Gold (H); 10. Mai: TC Grün-Weiß Bochum (A); 17. Mai: Halden 2000 (A); 31. Mai: TC Hiltrup (H); 14. Juni: TC Blau-Weiß Halle III (A); 21. Juni: TV Grün-Gold Gronau (H)

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