Tennis

LTV 99: Die Heimkehr des Dauerbrenners

+
Wieder da: Dino Jablonski soll mit dem Gastspielrecht einige Partien für das Verbandsligateam des LTV 99 bestreiten.

Lüdenscheid - Eine Regeländerung eröffnet den Tennis-Verbandsliga-Herren des LTV 99 neue Möglichkeiten.

Das Spielen in zwei Altersklassen ist im Westfälischen Tennisverband nicht neu. Die Tennisspieler haben diese Idee schon länger verfolgt, um den Rückgang der Mannschaften im Spielbetrieb zu verlangsamen oder am besten zu stoppen. Neu im Jahr 2020 ist indes, dass der Aktive nicht nur in zwei verschiedenen Altersklassen, sondern auch für zwei verschiedene Vereine aufschlagen darf. Und hier kommen auch die Verbandsliga-Herren des LTV 99 als Aushängeschild des märkischen Südkreises im Herrentennis ins Spiel.

Nach dem Abstieg in die Südwestfalenliga 2018 und der direkten Rückkehr auf die Verbandsebene 2019, als das Team sich in der Relegation gegen RW Hagen durchsetzte, bastelt Kapitän Lennart Fastabend mit dem Klub am Team fürs Unternehmen Klassenerhalt – und plant nun auch wieder mit Dauerbrenner Dino Jablonski, und sogar mit Rogier Wassen.

Wieder mit Jablonski und Wassen

Rückblende: Nach dem Abstieg in die Südwestfalenliga hatte sich Jablonski nach mehr als zwei Jahrzehnten mit dem LTV 99 auf Verbandsebene neu orientiert und dem Herren 40-Regionalliga-Team des Dortmunder TK Rot-Weiß angeschlossen. Zwei Jahre auf höchstem Herren 40-Niveau hat Jablonski seitdem hinter sich. Die Regionalliga ist in diesem Altersbereich die höchste Spielklasse, und die Dortmunder Jablonski und Wassen in ihren Reihen schlugen sich exzellent. 

Gleichwohl haben sowohl Wassen als auch Jablonski sich zur Sommersaison 2020 neu orientiert. Wassen, der Deutsch-Niederländer, lebt mit seiner Familie in Olpe. Nach vielen Jahren im Tennis-Zirkus ist der 1,90-Meter-Mann, der mal auf Rang 24 in der Doppel-Weltrangliste geführt wurde, des Reisens ein wenig müde. Eigentlich wollte er für den TC Rosenthal Olpe im Herrenbereich aufschlagen, doch in Olpe hat man sich dafür entschieden, in der Herren 30-Klasse zu spielen. So ist Wassen nun in der Herren 30-Südwestfalenliga gestrandet. 

Jablonski ist innerhalb Dortmunds gewechselt – und zwar zum Herren 30-Regionalligisten Eintracht Dortmund. Der Bayern-Fan spielt nun in direkter Nachbarschaft zum Signal-Iduna-Park seine Matches. Die Eintracht will – das ist in dieser Altersklasse möglich – über kurz oder lang den Aufstieg in die Bundesliga schaffen. „Eine sehr reizvolle Aufgabe“, sagt Jablonski, der in diesem Jahr 42 Jahre alt wird. Von seinem Ehrgeiz hat der junge Familienvater nichts verloren.

Und nun also das neue Spielrecht: Die Ex-Stammspieler vom Stadtpark werden im Sommer auf der Gästespielerliste des Vereins stehen. Samstags Herren 30, sonntags Herren-Verbandsliga für den LTV 99. „Aber nicht jede Woche“, sagt Jablonski, „zwei, drei Spiele in der Saison. Und dann auch alle zusammen. Rogier, Kevin Noordermeer und ich, denn nur dann macht es Sinn.“

Jablonski hat viele Jahre die Mannschaft des LTV 99 geplant, die Spieler verpflichtet, das Team aufgestellt. Heute ist Lennart Fastabend Kapitän und damit auch für diese Aufgaben zuständig. Jablonski kann gleichwohl einschätzen, wie schwer es für den LTV 99 in der Verbandsliga werden wird. Nach der Ligenreform mit vermehrten Abstiegen ist diese Spielklasse wohl stärker einzuschätzen als vor zwei Jahren, als der LTV 99 mit Jablonski und Noordermeer am Ende doch recht chancenlos war. „Die Sache ist ja, dass dieses neue Spielrecht auch andere Verbandsligisten für sich nutzen werden“, sagt der Lüdenscheider, „und das macht die Konkurrenten noch stärker.“

Klassenerhalt als ultimative Herausforderung

Für den Stadtpark ist das Unternehmen Klassenerhalt damit eine Art ultimative Herausforderung, die mit entsprechend großem Kader angegangen wird. Das Aufstiegsteam aus dem Vorjahr mit Ludger Fastabend, Lennart Fastabend, Sascha Schiepek, Tim Schiepek, Gustav Meyer, Ben Pfeiffer, Florian Wallmeier und Moritz Pieper steht ebenso zur Verfügung wie die drei erfahrenen Verstärkungen. 

Und dann ist da auch noch Dennis André Dutiné als Neuzugang. Der Siegener ist noch ein Jahr jünger als das LTV-Talent Moritz Pieper und ein Trainingskollege des Bergstädters. Auch er soll im neuen Verbandsliga-Puzzle ein Teil sein. So wird das Jahr ein spannendes. Wieder Verbandsliga-Tennis am Stadtpark, wieder noch mehr bekannte Gesichter, wechselndes Personal. Die Sommersaison, sie kann kommen…

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare