Tennis: Niederlage gegen Senioren-Weltmeisterin

Aus für Hirt im Halbfinale

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Bei den 40. Westfälischen Tennis-Hallenmeisterschaften in Werne musste Pauline Hirt im Halbfinale nach drei umkämpften Sätzen gegen Manon Kruse die Segel streichen.

Werne - Endstation Halbfinale: Nach einem dreistündigen „Kampf der Generationen“ musste sich Pauline Hirt am Samstag bei den Tennis-Westfalenmeisterschaften in der Tennisalm in Werne der frisch gebackenen dreifachen Senioren-Weltmeisterin Manon Kruse (TC Union Münster) geschlagen geben.

Die 38-Jährige siegte 4:6, 6:3 und 7:6 gegen das 16-jährige Talent aus Lüdenscheid. „Es war ein richtig gutes Match. Pauline hat sich gar nichts vorzuwerfen“, sagt Vater Marcus Hirt. Es war das erste Spiel überhaupt für Hirt gegen die seit mehr als zwei Jahrzehnten zur westfälischen Spitze zählende Spielerin aus Münster, die gerade von der Senioren-WM aus den USA zurückgekehrt war. Hirt war an Position zwei gesetzt, Kruse an drei. Und da in der oberen Hälfte die hohe Turnierfavoritin Katharina Gerlach (Versmold) aufgrund von Rückenproblemen zu ihrem Viertelfinale nicht angetreten war, war das Spiel der beiden nominell das vorweggenommene Endspiel. 

Hirt, die zuvor im Achtelfinale (6:3, 6:4, gegen Mandy Barth/Menden) und im Viertelfinale (6:1, 6:3 gegen Maja Jung/Versmold) ohne Satzverlust durchs Turnier gekommen war, fand gut in die Partie, gewann den ersten Satz 6:4. Der zweite Durchgang ging allerdings 6:3 an Manon Kruse, die auch den besseren Start in den dritten Satz verzeichnete, 3:0 und 4:2 führte. So leicht aber gab sich Pauline Hirt nicht geschlagen. Die Titelverteidigerin aus dem Regionalliga-Team des TC Deuten glich aus, ging 6:5 in Führung und hatte bei Aufschlag Kruse Matchball. „Den hat sie nicht vergeben – Kruse hat ihn richtig gut abgewehrt“, stellte Marcus Hirt mit Blick auf eine Partie, die auch in ihren engen Momenten ein erstaunliches Niveau hatte, fest. 

Die Münsterländerin brachte ihren Aufschlag durch und gewann anschließend auch den Tie-Break. 6:7 im Entscheidungsdurchgang – bitterer hätte das Aus für Hirt nicht kommen können. „Klar ist dann die Enttäuschung da“, stellte Marcus Hirt fest, „aber sie hat ein sehr gutes Match gespielt. Am Ende kann auch in so einem knappen Spiel immer nur eine Spielerin das glücklichere Ende für sich haben.“ Das Halbfinale am Samstag hatte Manon Kruse derweil Kraft gekostet – im Endspiel am Sonntagmittag gab sie beim Stande von 7:6, 3:6, 0:1 gegen Hirts junge Deutener Teamkollegin Deborah Muratovic auf. 

So durfte Muratovic nach einem kuriosen Turnierverlauf sensationell den Titel feiern. Das Viertelfinale gegen Gerlach hatte Muratovic kampflos gewonnen, im Halbfinale gab Anne Elisa Zorn beim Stande von 6:3, 4:4 für Muratovic verletzt auf. Und auch das Finale gewann Hirts Teamkollegin – die beiden starten am Sonntag in Halle/Westfalen in die Hallensaison – wieder durch Aufgabe ihrer Gegner.

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