Tennis, Platzmann-Sauerland-Open

Federer-Bezwinger als neues Zugpferd

Tennis ATP Tour Genf
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Zugpferd bei der Premierenveranstaltung der Platzmann-Sauerland-Open: der Spanier Pablo Andujar, zur Zeit Nummer 71 der ATP-Weltrangliste.

Die Platzmann-Sauerland-Open, das erste ATP-Turnier auf Lüdenscheider Boden, haben ein neues Zugpferd. Der Spanier Pablo Andujar, aktuelle Nummer 71 der Weltrangliste, hat für die Veranstaltung, die vom 15. bis zum 22. August auf der Anlage am Lüdenscheider Stadtpark stattfindet, gemeldet.

Lüdenscheid - „Das ist krass, ich freue mich riesig“, strahlte Turnierdirektor Rogier Wassen am Mittwoch im Rahmen der letzten Pressekonferenz vor Turnierbeginn. Aus gutem Grund: Der 35-jährige Iberer, zuletzt bei den Olympischen Spielen in Tokio im Einsatz, spielt eigentlich nur die Top-Turniere, besiegte unlängst in Genf die amtierende Nummer neun der Weltrangliste, Roger Federer. „Und der ist ja immer noch ein ganz guter Tennisspieler“, schmunzelt Rogier Wassen, der Pablo Andujar aus seiner Profi-Zeit beim Rochusclub Düsseldorf in der Bundesliga kennt. Komplettiert wird die starke spanische Fraktion durch Pedro Martinez und Roberto Carballes Baena. Das Duo rangiert zur Zeit auf den Plätzen 96 und 97 der ATP-Weltrangliste.

Ebenfalls im Fokus des Turnierdirektors: Daniel Altmaier (ATP 135). Der 22-Jährige spiele momentan „das beste Tennis seiner Karriere“ (O-Ton Wassen), „Er ist auf dem Weg nach oben.“ Kurzum: Rogier Wassens anfängliche Befürchtungen, dass das Turnier in der Bergstadt terminlich etwas zu nahe an den US-Open liegen könnte, haben sich nicht bewahrheitet. Im Gegenteil. Das Feld hat in Sachen Qualität noch einmal richtig zugelegt. So sehr, dass beispielsweise ein Mischa Zverev sogar in die Qualifikation (Start am 15. August) muss. Gänzlich komplett ist das Tableau allerdings noch nicht. Die letzten Wildcards werden in den kommenden Tagen vergeben – zum Teil an Spieler aus der Region, zum Teil auch über den Deutschen Tennis Bund (DTB) als Kooperationspartner.

Umfassendes Hygienekonzept

Und auch abseits der Komplettierung des Starterfeldes gibt das Organisationsteam um Rogier Wassen und den gastgebenden Lüdenscheider TV von 1899 Vollgas. Wichtigstes Thema, das machten Wassen und Dirk Weiland von der Eventfabrik Südwestfalen im Rahmen der Pressekonferenz deutlich, ist das Hygienekonzept. „Wir wollen, dass sich alle sicher fühlen“, betont Wassen. In enger Absprache mit der Stadt Lüdenscheid ist die maximale Zuschauerkapazität auf der Anlage am Stadtpark auf 500 Personen festgelegt worden. Im Mittelpunkt stehen dabei die 3G-Regeln. Wer die Anlage betreten will, muss also geimpft, genesen oder getestet sein. Tagesaktuelle Tests können dabei direkt vor Ort in einem Testzentrum vorgenommen werden. Außerdem müssen sich alle Zuschauer entweder via Luca-App oder in einer Kontaktdatenliste registrieren.

Stichwort Kartennachfrage: Naturgemäß ist vor allem der Finaltag (Sonntag, 22. August) bereits stark nachgefragt im Vorverkauf. Dann stehen nicht nur die Finals auf dem Programm, sondern auch ein Promi-Doppel mit Oliver Pocher und Mark Keller. Für alle anderen Tage sind noch ausreichend Tickets verfügbar. Zwar wird es eine Tageskasse geben, einfacher ist der Online-Kauf über die Turnier-Homepage (www.sauerland-open.de).

Helfer-Team steht

Ein besonderes Lob hatte Rogier Wassen für das Helferteam bereit. „Da wird im Hintergrund hervorragende Arbeit geleistet“, so der Deutsch-Niederländer. Ballkinder, Linienrichter, Betreuer, Helfer – das Personal steht und wird nicht nur vom LTV 1899 gestellt. Im Vorfeld wurden alle Tennis-Vereine der Region angeschrieben, um die gesamte heimische Tennis-Familie einzubinden.

Zumindest auf einen äußeren Faktor haben die Organisatoren nur begrenzt Einfluss: das Wetter. Nach den Unwettern der zurückliegenden Tagen bleibt zumindest ein leicht ungutes Gefühl, alle denkbaren Schutzmaßnahmen sind indes getroffen. So werden die Plätze mit Abdeckplanen ausgestattet, die im Falle von Regenschauern rasch über die Asche gezogen und auch wieder entfernt werden können. „Nur Dauerregen können wir nicht gebrauchen. Aber es ist Mitte August, ich bin da optimistisch“, sagt Rogier Wassen.

Ganz besonders liegt Wassen der Auftakttag am Herzen. Neben den Qualifikationsspielen steht dann nämlich der Siku-Kids-Day von 11 bis 17 Uhr auf dem Programm. Maximal 50 Kinder können an einem kostenlosen Schnupperkurs teilnehmen. Die Anmeldung hierzu ist online über die Turnier-Homepage möglich.

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