Tennis (LTV 99)

Jablonski verlässt den Stadtpark

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Dino Jablonski wird im Sommer 2018 nicht mehr für das Verbandsliga-Team des LTV 99 spielen: Der 39-Jährige heuert in der Herren 40-Regionalliga beim Dortmunder TK Rot-Weiß an. 

Lüdenscheid - Der Kapitän geht von Bord: Dino Jablonski wird in der nächsten Sommersaison nicht mehr für das Verbandsliga-Team des Lüdenscheider Tennis-Vereins von 1899 spielen. Der 39-Jährige heuert stattdessen beim Dortmunder TK Rot-Weiß in der Herren 40-Regionalliga an.

„Ich weiß nicht mehr ganz genau, wie viele Jahre ich nun für den LTV 99 gespielt habe, aber ich weiß noch, dass ich irgendwann vor gut 20 Jahren nach Lüdenscheid gewechselt sein muss“, erinnert sich Jablonski, „wir waren damals ganz knapp mit Meinerzhagen aus der Verbandsliga abgestiegen. Der LTV 99 war gerade aufgestiegen in die Verbandsliga. Und ich hatte in Meinerzhagen eine gute Bilanz gespielt, wollte auf gar keinen Fall wieder in der Südwestfalenliga spielen...“ 

Das musste Jablonski am Stadtpark auch nicht, im Gegenteil: Es ging weiter nach oben. In den zwei Jahrzehnten beim LTV 99 gab es auch Jahre in der Verbandsliga, aber es waren wenige. Zumeist spielte das Team mit Jablonski als zuverlässigem Punktesammler in der Ober- oder Westfalenliga. In der ersten Generation mit anderen Spielern, die im Meinerzhagener Stützpunkt bei Christian Vogl groß geworden waren: Manuel Barz oder Marcus Blumberg zum Beispiel. Dazu Benjamin Schmoll, der das Lüdenscheider Team in den ersten Jahren führte. Und auch immer wieder starke Spieler aus dem Ausland. 

Spieler kamen, Spieler gingen – wer immer blieb, das war Dino Jablonski. Aus dem ehrgeizigen Youngster wurde ein ehrgeiziger Twen, dann ein ehrgeiziger „Oldie“ – schon lange, wenn man so will, ist er nun der „Dino“ des Teams, der inzwischen mit der 2. Vorsitzenden des Vereins, Vera Jablonski (geborene Exter), verheiratet ist und irgendwie auch mit dem Verein verheiratet schien.  

Jablonski kümmerte sich um die Zusammenstellung der Mannschaft, organisierte und machte und tat, ging auch nach dem Rückzug aus der Oberliga beim Neuaufbau eines verschlankten Teams voran und spielte in der Verbandsliga. Auch mit seinen 39 Jahren hat er es den jungen Spielern aus dem eigenen Umfeld zuletzt noch vorgemacht. Taktisch sowieso, spielerisch und läuferisch auch, und natürlich in Sachen Einstellung. Alte Schule eben. Christian Vogl wäre noch heute stolz auf ihn. 

Nun aber geht Dino Jablonski. Nicht abrupt: „Die Wintersaison spiele ich noch hier in der Verbandsliga am Stadtpark, auch wenn ich schon in Dortmund Herren 40 spielen dürfte“, sagt er, „ich will aber erst noch helfen, ein vernünftiges Team beim LTV 99 zusammenzustellen für den Sommer, das die Verbandsliga halten kann. Ich will die Mannschaft gut übergeben – und dann war es das...“ 

Spieler, Kapitän, Kümmerer und Vorbild 

Jablonski hofft, dass die Niederlage Kevin Noordermeer und Luuk Alfons Wassenaar bleiben. Klar ist, dass mit Sascha Schiepek ein starker Spieler nach seinem Studium zurückkehrt. „Mit Sascha hätte ich gerne noch einmal gespielt“, sagt Jablonski. Seine neuen Teamkollegen sind ihm indes auch sehr lieb. In Dortmund spielt Jablonski wieder mit seinem guten Freund Rogier Wassen zusammen, der auch viele Jahre in der ersten Herren-Mannschaft des LTV 99 gespielt hat. 

Dino Jablonski mit einem seiner langjährigen Weggefährten, Christoph Bühren.

Insgesamt wartet eine homogene Mannschaft mit gut bekannten Gegnern aus alten Oberliga-Zeiten wie dem starken Deutsch-Russen Dmytri Palenov. Zwischen Wassen und Palenov ist der Platz für Dino Jablonski – an Position zwei oder drei, je nach dem, ob vorne noch ein starker Spanier eingesetzt wird. „In der vergangenen Saison hat das Team nur knapp gegen Ratingen verloren – und Ratingen ist später mit Nicolas Kiefer Deutsche Vizemeister geworden“, erzählt Jablonski und freut sich riesig auf das, was nun kommt, „allein das Training dort macht unheimlich Spaß. Das Gute ist, dass alle Gegner vom Niveau her ungefähr gleich sind. Die Intensität ist eine ganz andere im Training. Ich denke, dass das Niveau in dieser Spielklasse ein höheres sein wird als in der Verbandsliga der Herren.“ 

Es klingt manchmal durch, dass dieser Spaß und die Vorfreude auf das, was kommt, im Gegensatz zum Erlebten in der vergangenen Saison stehen. Zäh war die Saison, am Ende reichte es nur knapp zum Klassenerhalt. „Natürlich habe ich mit der 40+-Generation auch mehr gemein, als wenn ich heute mit 15- bis 18-Jährigen zusammenspiele“, sagt Jablonski. Er geht nicht im Zorn, wird sich sonntags auch noch Spiele des Verbandsliga-Team anschauen wenn es passt. Die Dortmunder Herren 40 spielt ja schon samstags. Aber Jablonski geht in der Überzeugung, dass es gut sein wird, was er antrifft in der Stadt des großen BVB – ausgerechnet Dortmund. Dabei ist der Lüdenscheider doch eingefleischter Anhänger des FC Bayern München.

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