Titelfavorit für TV 99 mehr als eine Nummer zu groß

+
Der Deutsche Vizemeister von 2014 zu Gast am Stadtpark: Daniel Masur machte mit dem Tennispark Versmold am Sonntag kurzen Prozess, siegte gegen den LTV 99 9:0.

Lüdenscheid - Es war die erwartete Einseitigkeit. Gegen den Topfavoriten der Westfalenliga, den Tennispark Versmold, hatte der Lüdenscheider TV von 1899 am Sonntag nicht den Hauch einer Chance. Beim 9:0-Sieg des Reinert-Teams am Stadtpark blieben nur zwei Satzgewinne für den Westfalenligisten aus der Bergstadt.

Von Thomas Machatzke

Im Einzel gelang einer dieser beiden Satzgewinne dem jungen Iserlohner Robin Sanz an Position sechs gegen Erik Finkenbrink. Nach einem 3:6 im ersten Durchgang gewann Sanz den zweiten Satz im Tie-Break, doch im Entscheidungsdurchgang hatte Finkenbrink 10:7 die Nase vorn. Die übrigen fünf Einzel waren erwartungsgemäß klare Sachen zugunsten der Tennispark-Akteure. Marvin Müller (gegen Florian Stephan) und Fin Glowick (gegen Viktor Stjern) nutzten die Gelegenheit, sich nach der Rückkehr vom College aus den USA gegen starke Gegner auf Asche einzuspielen. Beide allerdings waren ebenso chancenlos wie Maximilian Drüppel im Spitzeneinzel gegen Daniel Masur, den Deutschen Vizemeister des Jahres 2014. Und auch Rogier Wassen (gegen TP-Neuzugang Philipp Scholz) und Dino Jablonski (gegen den starken Rumänen Laurentiu Erlic) kamen nicht einmal für den Gewinn eines Satzes in Frage, obwohl sie ordentlich mitspielten.

0:6 nach den Einzeln – so ging es in Doppeln nurmehr darum, den Zuschauern am Stadtpark noch mehr attraktives Tennis zu zeigen. Jablonski und Wassen gelang dies im Spitzendoppel phasenweise gegen Masur/Scholz ganz exzellent, doch letztlich gingen beide Sätze 3:6 verloren. Max Drüppel und Robin Sanz kamen gegen die Kombination Stephan/Stjern sehr gut ins Match und gewannen den ersten Durchgang, zogen letztlich aber im Match-Tiebreak den Kürzeren. Glatt verloren ging das Doppel der Hartplatz-Heimkehrer Müller/Glowick. 0:9, Höchststrafe – ein solches Ergebnis hatte es in der gesamten vergangenen Saison nicht gegeben für den LTV 99.

Kapitän Dino Jablonski mag dies aber nicht überbewerten. „In zwei Wochen in Brackwede – da geht es um alles“, blickte er bereits am Sonntagabend wieder nach vorne. In Ostwestfalen muss der LTV 99 zwingend gewinnen, wenn er am Saisonende die Westfalenliga für ein weiteres Jahr halten will.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare