Zwei Youngster drücken Finaltag Stempel auf

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Der Stadtsportverbands-Vorsitzende Michael Meyer (links) und Turnierchef Heinz Küch (rechts) gratulierten der neuen Stadtmeisterin Dunja Perencevic.

Lüdenscheid – Die Tennis-Stadtmeister in den Hauptklassen waren wohl noch nie so jung wie 2014: Die Herren A-Klasse ging am Samstag beim Finaltag am Honsel an den erst 14-jährigen Ludger Fastabend vom Lüdenscheider TV von 1899. Das Damenfinale gewann gar eine 13-Jährige – und zwar die ungesetzte Dunja Perencevic.

Von Thomas Machatzke

Es waren zwei Außenseitersiege in der Gluthitze auf der Anlage des LTV 61. Pünktlich zum Finaltag hatte sich der Sommer in seiner drückendsten Art und Weise nach Lüdenscheid vorgekämpft. Für den Topgesetzten der Herren A-Klasse, den jungen Iserlohner Robin Sanz, eine echte Hypothek. Auf Wunsch seines Gegners Lennart Fastabend fand das Halbfinale dieser Klasse nämlich erst am Samstagvormittag statt. Sanz wurde seiner Favoritenrolle gegen den älteren Fastabend-Bruder beim 6:3, 6:4 zwar gerecht, aber er ließ dabei Kräfte, die womöglich am Nachmittag fehlten.

Da standen sich im Finale der Herren A die beiden Topgesetzten gegenüber. In der Mannschaft streben Robin Sanz und Ludger Fastabend dieser Tage gemeinsam den Aufstieg mit der 2. LTV-Herren-Mannschaft in die Verbandsliga an. Nun also waren sie Gegner, Sanz dabei der Favorit. Doch das war auf dem Platz wenig wert. Fastabend traf die Bälle zunächst wie im Traum, Sanz dagegen produzierte Fehler auf Fehler. 6:2 ging der erste Satz an den U15-Youngster. Doch Sanz wollte sich nicht so einfach geschlagen geben. Er fand besser in den zweiten Durchgang, spielte nun für eine kurze Phase so, wie er es kann. Es war die Phase, als Ludger Fastabend Probleme hatte, aber er ließ nicht abreißen. Und als es 3:3 stand, wackelte auf einmal wieder Sanz, gab im siebten Spiel des Satzes seinen Aufschlag ab. Das reichte. Fortan war der Favorit wieder so unsicher wie in Durchgang eins, Fastabend brachte seinen Aufschlag durch – und dann glich er ein 40:0 bei Aufschlag Sanz wieder aus und nahm dem entnervten Gegner seinen Aufschlag direkt noch mal ab zum 6:3. Der Titel war perfekt für den 14-Jährigen.

Damen-Finale dauert zwei Stunden

Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Die jüngste Titelträger der Stadtmeisterschaft war der so junge Ludger Fastabend damit nicht. Das Damenfinale stand ja noch aus. In dieses hatte sich am Freitag Dunja Perencevic ein wenig überraschend vorgekämpft: Die 13-Jährige, die eigentlich vom LTV 61 stammt und auch Trainings-Stammgast am Honsel ist, aber seit geraumer Zeit in der Mannschaft für den TC Halver spielt, hatte die an zwei gesetzte Carla Sperzel vom TC Halver 6:4 und 6:1 geschlagen. Das war ein Ausrufezeichen gewesen, doch im ersten Satz des Endspiels regierten bei Perencevic Fragezeichen. Die topgesetzte, gestandene Dame Katharina Arndt vom LTV 61 spielte ihr Spiel, die junge Gegnerin suchte die richtige Länge für ihre Bälle, machte Fehler auf Fehler. 6:1 ging der Satz im Eiltempo an Arndt.

Perencevic aber ließ sich nicht so einfach abschütteln. Mit den ersten gewonnenen Spielen wuchsen Selbstvertrauen und Sicherheit. Nun war es ein Kräftemessen auf Augenhöhe – und eines, bei dem viel Geduld in sehr, sehr langen Ballwechseln gefragt war. Satz zwei holte sich die 13-Jährige 6:3, im dritten Durchgang dann war bis zum 4:4 alles offen, ehe Perencevic ein Break gelang. Das reichte. Bei eigenem Aufschlag brachte sie die Partie nach Hause und der Titelfavoritin eine Niederlage bei.

Jablonski/Volz Doppel-Champions

Eine klare Sache war das Finale im Doppel der Herren: Hier setzten sich Dino Jablonski und Kaspar Volz vom LTV 99 gegen ihre Vereinskollegen Florian Wallmeier und Lennart Fastabend 6:2 und 6:0 durch. Das Damen-Doppel hatten sich bereits am Donnerstabend – hier wurde ein Turnier nach dem Modus „jeder gegen jeden“ gespielt – Katharina Arndt (LTV 61) und Bettina Schnettler (TuRa Eggenscheid) gesichert. Im Einzel der Herren B holte sich Niclas Hirt vom TuRa Frischauf Eggenscheid beim 6:1 und 7:6 gegen seinen Vereinskameraden Noah Müschenborn den Titel.

Mehr zu den übrigen Finalspielen in den Senioren-Klassen gibt es in der nächsten Print-Ausgabe Ihrer Lokalzeitung.

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