LTV 99 nimmt Hürde in Bielefeld locker

Starke Leistung beim Zwei-Satz-Sieg gegen Gerrit Malte Kropp: Rogier Wassen.  Foto: Machatzke

Bielefeld - Die Tennisspieler des Lüdenscheider TV von 1899 haben ihr erstes Endspiel auf dem Weg zum erhofften Klassenerhalt in der Westfalenliga gewonnen. Im Duell der beiden bislang noch punktlosen Teams der Liga setzte sich der LTV 99 am Sonntag beim TC Brackwede deutlich 7:2 durch.

Das Kellerduell war bereits vor den Doppeln entschieden – im Grunde aber war die Richtung schon vor dem ersten Ballwechsel angezeigt. Die Bielefelder hatten sich angesichts der allgemeinen Konstellation offensichtlich keine größeren Chancen mehr auf den Liga-Verbleib ausgerechnet und verzichteten deshalb auf ihre nominelle Nummer zwei, den Kroaten Neven Krivokuca. So war bereits vor dem Beginn aus dem leicht favorisierten Gast ein klar favorisiertes LTV-Team geworden.

Der LTV 99 wurde dieser Rolle gerecht. Robin Sanz und Marvin Müller – letzterem reichte ein durchschnittlicher Auftritt – sorgten im Eiltempo für eine 2:0-Führung. Und sogar Max Drüppel kam an Position zwei für Zählbares in Frage. Obwohl leicht angeschlagen, machte er gegen den Brackweder Spielertrainer Daniel Lencina ein richtig gutes Spiel, das er erst im Match-Tiebreak denkbar knapp 8:10 verlor.

Ein blitzsauberer zweiter Einzeldurchgang

Der 2:1-Führung nach den ersten drei Einzeln folgte ein blitzsauberer zweiter Einzeldurchgang. Tadellos dabei der Auftritt von Rogier Wassen, der gegen den starken Gerrit Kropp seine bisher beste Saisonleistung zeigte und glatt in zwei Sätzen gewann. Drei Durchgänge benötigte Dino Jablonski auf dem Weg zu seinem ersten Einzelerfolg in dieser Spielzeit. Gegen Lutz Leiding hatte er im ersten Durchgang Probleme mit dem eigenen Schläger und gab den Satz ab, doch Durchgang zwei und der Match-Tiebreak gingen sicher an Jablonski. Die Entscheidung perfekt machte im letzten noch laufenden Einzel Fabricio Neis: Der Brasilianer hatte gegen Brackwedes Australier William Myler einen 3:0-Blitzstart hingelegt, dann allerdings etwas den Faden verloren. So war der erste Satz in den Tiebreak gegangen. Diesen allerdings gewann Neis dann beim 7:1 ebenso glatt wie den zweiten Satz (6:2).

Im Doppel neue Kombinationen ausprobiert

In den Doppeln probierte der LTV 99 mit Blick auf das nächste Endspiel noch neue Kombinationen aus. Die Gastgeber machten ihr erstes Doppel mit Myler und Kropp stark und betrieben so mit zumindest noch einem Sieg ein wenig Ergebniskosmetik. Der 7:2-Endstand bedeutete gleichwohl für den LTV 99 eine sehr ordentliche Ausgangslage. Mit einem Sieg gegen Rechen Bochum kann das Team nun die Weichen auf Klassenerhalt stellen.

Die Ergebnisse:  William Myler – Fabricio Neis 6:7, 2:6; Daniel Lencina – Maximilian Drüppel 4:6, 6:1, 10:8; Gerrit Malte Kropp – Rogier Wassen 4:6, 1:6; Ivo Perisa – Marvin Müller 3:6, 3:6; Lutz Leiding – Dino Jablonski 6:2, 3:6, 4:10; Henning Herrendörfer – Robin Sanz 0:6, 1:6; Myler/Kropp – Wassen/Müller 7:6, 6:3; Lencina/Herrendörfer – Neis/Sanz 0:6, 2:6; Perisa/Leiding – Jablonski/Glowick 1:6, 5:7

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare