Die neue Nummmer eins kommt aus Brasilien

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Blickt der neuen Westfalenliga-Saison zuversichtlich entgegen: LTV-Kapitän Dino Jablonski.

Lüdenscheid -  Am 4. Mai beginnt für den Lüdenscheider TV von 1899 die Westfalenliga-Saison 2014. Gut aufgestellt ist das Team vom Stadtpark. Sehr gut sogar. So hat Kapitän Dino Jablonski in diesem Jahr die Qual der Wahl, wenn er die Teams für die sechs Saisonspiele bis Mitte Juni benennen darf.

Von Thomas Machatzke

An der Spitze der Mannschaft wird ein neues Gesicht aufschlagen: Der Brasilianer Alexandre Tsuchiya wird in der ATP-Doppelrangliste als 380., in der Einzelrangliste um Position 800 geführt. „Er ist 21 Jahre alt und will Profi werden“, sagt Jablonski, „so einer spielt schon einen guten Ball.“ An Tsuchiya kamen die Bergstädter über die Kontakte von Rogier Wassen, der hinter dem Brasilianer an Position zwei gesetzt ist. Als zweiter Gastspieler aus dem Ausland ist der Niederländer Kevin Noordermeer für die dritte Position im Team eingeplant. Nominell sind die gemeldeten Alejandro Artunedo, ein Spanier, und der Niederländer Yannick Ebbinghaus sogar noch stärker einzuschätzen. Beide stehen aber erst ab Juni zur Verfügung. „Warum soll ich da wechseln?“, fragt Jablonski. Auch der Lette Oskars Vaskis, der in den vergangen Jahren einen Stammplatz im Team hatte, steht zwar noch auf der Liste, dürfte aber nicht zum Zug kommen.

Saisonfinale beim TC Iserlohn

In der zweiten Hälfte des Teams kommt neben Dino Jablonski (4) Neuzugang Marvin Müller, der bereits in der Hallenrunde für den Stadtpark gespielt hat, an Position fünf zum Einsatz. Nominelle Nummer sechs ist damit Maximilian Drüppel. Der allerdings spielt aktuell in den USA College-Tennis und steht erst ab der zweiten Partie zur Verfügung. Zum Start in Versmold soll deshalb das junge Iserlohner Talent Robin Sanz aufrücken. Weitere Neuzugänge sind Kacper Boborykin und Fin Glowick aus dem Siegerland – beide sind aber eher für die zweite Mannschaft vorgesehen, haben aber auch die Klasse, an Position sechs in der Westfalenliga eine gute Rolle zu spielen.

„Das ist eine Granaten-Mannschaft“, urteilt Jablonski. Als Ziel gibt er trotzdem erst einmal den Klassenerhalt aus. „Die anderen können auch Tennis spielen“, sagt der erfahrenste LTV-Akteur. Die stärksten Konkurrenten in der Liga dürften der Aufsteiger Tennispark Versmold und der TC Iserlohn sein. Nach dem ersten Saisonspiel in Versmold wird man somit bereits in etwa wissen, wohin die Reise geht.

Sollte in Versmold ein Sieg gelingen – dann könnte es eine verheißungsvolle Saison werden, denn nach den Partien gegen den Dortmunder TK Rot-Weiß (11. Mai), den TSC Hansa Dortmund (18. Mai), beim TC Hiltrup (25. Mai) und gegen den TC Brackwede (29. Mai) wartet ein Saisonfinale der besonderen Art. Am 15. Juni gastiert der LTV 99 beim TC Iserlohn. Möglicherweise ein märkisches Derby als Endspiel im Kampf um den Titelgewinn.

Blankenberg nicht mehr Geschäftsführer

Vor dem Saisonstart wartet derweil anderes: Am Donnerstagabend findet beim Traditionsverein Lüdenscheider TV von 1899 die Jahreshauptversammlung im Klubhaus am Stadtpark statt. Ein Thema der Versammlung wird der Neubau einer festen Tennishalle auf der Anlage sein. „Die Mitglieder fragen natürlich nach, was sich tut, darüber wollen wir informieren“, sagt der 1. Vorsitzende Dieter Alt. Aktuell liegen die Papiere im Rathaus aus. Alt hofft, dass der Bau im September beginnen kann.

Ansonsten bestimmen Regularien die Versammlung, die um 20 Uhr beginnt. Absegnen sollen die Mitglieder u.a. eine Änderung im Vorstandsteam: Zum 31. Dezember hat Jürgen Blankenberg die Geschäftsführung niedergelegt. Seitdem ist kommissarisch Christina Seifert Geschäftsführerin. Blankenberg hat den Klub wie Ernst Siegfried Hickel in Richtung TuRa Eggenscheid verlassen. Der LTV 99 zog deshalb die Herren 55-Mannschaft aus der Verbandsliga zurück.

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