Tennis-Verbandsliga

Ende einer langen Durststrecke: 7:2-Heimsieg gegen Rheine

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Eindrucksvolle Vorstellung: Moritz Pieper feierte nicht nur den dritten Erfolg im dritten Einzel der Saison. Der 15-Jährige verpasste seinem Rheiner Gegner Henning Bergmeyer beim 6:0, 6:0 sogar die Höchststrafe.

Lüdenscheid – Der große Premierensonntag am Stadtpark brachte auch den Premierensieg: 7:2 setzte sich das Team des Lüdenscheider TV von 1899 in der Tennis-Verbandsliga gegen den TC 22 Rheine durch. Das erste Heimspiel nach der Rückkehr in die Verbandsliga brachte damit nach fast drei Jahren den ersten Sieg in dieser Spielklasse für die Stadtpark-Cracks.

Am 2. Juli 2017 hatte der LTV 99 zuletzt in der Verbandsliga gewonnen und seinerzeit mit dem 5:4-Erfolg beim TuS Sennelager die Klasse gehalten. 2018 war die Mannschaft sieglos abgestiegen – im Sommer wie im Winter. „16 Spiele ohne Sieg waren es über diese Jahre in Folge“, stellte Kapitän Lennart Fastabend am Sonntag am Rande fest, „deshalb haben wir uns natürlich besonders über diesen Erfolg gefreut.“ 

Sportlich hatte dieses Kellerduell durch die Corona-Pandemie ein wenig an Brisanz verloren. Absteiger gibt es in dieser Saison bekanntlich nicht. So traten die Gäste ohne ihre drei gemeldeten Topspieler aus Ungarn an, auch der LTV 99 spielte ohne Gastspieler aus dem Ausland, dafür erstmals – mit Zweitspielrecht – mit Dauerbrenner Dino Jablonski, der eigentlich für Eintracht Dortmund in der Herren 30-Regionalliga aktiv ist. 

Jablonski war es beim Stande von 4:1 vorbehalten, vorzeitig den Sieg perfekt zu machen. Im Spitzeneinzel gegen Alexej Harin leistete er sich im zweiten Satz zwar ein kleines Tief, doch in Durchgang drei kehrte der Routinier zurück ins Match und gewann noch sicher. Zuvor hatte Jablonskis Nachfolge-Generation einen richtig guten Job gemacht bei der Corona-Heimspiel-Premiere am Stadtpark: Für eine 2:0-Führung hatten im Eiltempo die beiden neuen Gesichter im LTV-Team gesorgt: Sowohl Jimmy Reinsch (gekommen aus Kreuztal) als auch Dennis André Dutiné (gekommen aus Siegen) spielten bei ihrem ersten Match am Stadtpark ohne eine Spur von Nervosität und hielten ihre deutlich älteren Kontrahenten in zwei Sätzen auf Distanz. 

Moritz Pieper gibt kein einziges Spiel ab

Für Dutiné, den Jüngsten im Team, war es der dritte Sieg im dritten Einzel der Saison. Parallel zu den beiden hatten Lennart Fastabend deutlich mehr Widerstand zu brechen. Bis zum 0:5 im ersten Satz sah er gegen Jannik Isfort chancenlos aus, stellte dann aber sein Spiel um, agierte ruhiger und mit mehr Slice-Bällen, gewann noch in drei Sätzen zur 3:0-Führung. Was folgte, war der beeindruckende Auftritt von Moritz Pieper, der seinem Gegner keinen einzigen Punkt gestattete und auf 4:0 erhöhte. Wie Dutiné feierte auch er den den dritten Sieg im dritten Einzel der Saison. 

Die einzige Einzel-Niederlage des Tages musste Ben Pfeiffer hinnehmen, der sich für sein teilweise sehr gefälliges Serve-and-Volley-Spiel letztlich nicht belohnte. Zu verschmerzen war es, weil Dino Jablonski mit seinem Sieg vorzeitig alles klar machte. Die Doppel teilte man angesichts des 5:1-Zwischenstandes auf. Beim LTV 99 hätte Jimmy Reinsch ersetzt werden müssen, der noch nachmittags zu einem Turniereinsatz startete. 

Nach diesem Erfolgserlebnis wartet nun erst einmal eine lange Pause auf die Verbandsligisten: Das nächste Spiel findet am 16. August daheim gegen den TC Blau-Weiß Soest statt. 

Die Ergebnisse: Dino Jablonski – Alexej Harin 6:3, 3:6, 6:2; Lennart Fastabend – Jannik Isfort 3:6, 6:4, 6:4; Jimmy Reinsch – Joan-Lukas Kümpers 6:1, 6:3; Moritz Pieper – Henning Bergmeyer 6:0, 6:0; Ben Pfeiffer – Julius Kümpers 6:7, 2:6; Dennis André Dutiné – Lennart Schmitz 6:2, 6:2 – die Doppel wurden anschließend kampflos 2:1 für LTV 99 aufgeteilt

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