Mit Teamgeist den personellen Aderlass kompensieren

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Das neue Brügger Trainerteam und zwei externe Neue (von links): Tilmar Kinsky, Kim Spangenberg, Frank Scherfer, René Gsodam, Rainer Franke und Andreas Krugmann.

Lüdenscheid - Die Vorbereitung soll kurz und knackig sein beim A-Kreisligisten TuRa Brügge.

Am Sonntag starteten die Kicker auf dem Kunstgrün in Winkhausen in die vier Wochen, die bis zum Saisonstart bleiben – als vorletzter A-Ligist des Fußballkreises Lüdenscheid, wobei fraglich ist, ob der letzte A-Ligist, die FSV Werdohl II ob der Dürre im Kader überhaupt noch startet, aber das ist eine andere Geschichte.

Nun gibt es nicht wenige, die auch der Brügger Mannschaft in der neuen Saison nicht viel zutrauen. Der personelle Aderlass war groß. Allerdings gibt es in Winkhausen immerhin genügend Spieler, die das Unternehmen Klassenerhalt angehen wollen. „Rund 20 bis 22 Leute“, sagt Rainer Franke, wenn er auf seinen Kader angesprochen. Rainer Franke, Bruder des 1. Vorsitzenden und selbst Vorstandsmitglied, ist die interne Trainerlösung. Auch die meisten Spielerlösungen sind interne: Zum Restbestand des A-Liga-Kaders gesellt sich das Personal der Reserve, die aus der Kreisliga B abgestiegen ist. Auch ein paar neue Gesichter gibt es: René Gsodam ist nach einer Fußballpause wieder dabei, Kim Spangenberg kam von der RWL-Reserve, dazu soll Lukas Kammermeier gemeinsam mit Jan Abel das Tor hüten. Kammermeier hat mal in der B-Jugend des TuS Plettenberg gespielt, zuletzt aber war auch er inaktiv.

„Das wird eine schwere Saison, ganz klar“, sagt Rainer Franke, der Kopf eines gar nicht so kleinen Trainerteams ist und neben einem Trainingslager auch einen Test (9. August bei Nachrodt II) fest geplant hat. Als Co-Trainer fungieren Tilmar Kinsky und Andreas Krugmann, als Torwarttrainer Frank Scherfer, Ex-Cheftrainer Oliver Kebekus wird zudem die Laufeinheiten leiten.

Es ist auch der Versuch, alle Kräfte zu bündeln – im Wissen, dass es ein steiniger Weg werden dürfte. „Wir wagen einen kompletten Neuaufbau in der A-Liga. Das wird eine hammerharte Saison“, sagte der 1. Vorsitzende Torsten Franke gestern bei seiner Ansprache ans neue Team, „für viele ist es eine Möglichkeit, sich in der A-Liga zu zeigen. Primär ist es wichtig, dass wir ein Team werden. Wenn hier einer für den anderen rennt, ist ganz vieles möglich.“ Franke will zurück zu den Wurzeln. „Der Teamgeist hat uns in Brügge immer ausgezeichnet“, sagte der 1. Vorsitzende, „dass wir damit nicht um die Meisterschaft spielen, das ist klar – aber der Klassenerhalt, der sollte möglich sein.“

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