Motorsport

Stryceks Ritt durchs komplette Feld

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Rang drei in der stark besetzten Klasse, Rang fünf im Gesamtklassement: Der Schalksmühler Rolf Droste verbuchte auf dem Nürburgring für sich im vorletzten Rennen ein gutes Saisonfinale.

Nürburgring – Am Ende lag sich die Theisen-Mannschaft in den Armen: Mit Kampfgeist, Willensstärke und Können feierte das Lüdenscheider Team beim 8. Lauf zur Rundstrecken-Challenge Nürburgring, einem Drei-Stunden-Zeitrennen, ein hervorragendes Ergebnis. Die Piloten Ralf Kraus (Köln) und Volker Strycek (Dehrn) lenkten den Opel Astra TCR auf den zweiten Platz in der Klasse RS3A und den dritten Gesamtrang im Feld der 147 Starter. Auf dem fünften Gesamt- und dritten Klassenrang folgten Rolf Droste (Schalksmühle) und Robin Strycek (Dehrn)

„Das ging heute an die Nerven, aber das Happy-End war umso schöner“, freute sich Teamchef Peter Theisen. „Ein solches Wechselbad der Gefühle hatten wir noch nicht oft in unserer Firmengeschichte. Es war ein unglaublicher Tag. Ich bin wirklich stolz auf diese Mannschaft, die am Ende den verdienten Lohn ernten durfte.“ Kurz nach Beginn des Zeittrainings herrschte Alarmstimmung in der Theisen-Box: Es wollte sich kein Bremsdruck aufbauen. „Beim letzten RCN-Lauf lief alles bestens, wir stehen vor einem Rätsel“, sagte Technik-Chef Thomas Theisen. Aber der Teufel ist manchmal ein Eichhörnchen.

Strycek startet fulminante Aufholjagd

Zügig wurde ein defekter Hauptbremszylinder als Übeltäter eruiert und ausgetauscht. Doch das Qualifying wurde just in dem Moment abgewunken, als der Theisen-Astra wieder einsatzfähig war… Ohne eine Rundenzeit auf der Habenseite, musste sich Volker Strycek am Ende der ersten Startgruppe aufstellen. Nachdem die Startampel auf Grün schaltete, brannte der ehemalige DTM-Meister ein wahres Feuerwerk ab. Der 61-Jährige überholte in der ersten Runde mehr als 28 Autos, lag nach dem zweiten Umlauf auf dem fünften Klassenrang von 13 Teilnehmern und war nach fünf Runden Zweiter.

Aufgrund von Boxenstopps der Wettbewerber, übergab Volker Strycek nach acht Runden sogar als Klassenführender und Gesamtdritter das Steuer an Ralf Kraus. Der Kölner blies weiter zur Aufholjagd und duellierte sich munter mit diversen Porsche Cayman oder BMW-Modellen.

Strycek hatte großen Spaß

„Unser Opel Astra lief hervorragend, die Bremse war vorzüglich“, sagte Ralf Kraus. „Unsere Mannschaft hatte wirklich ganze Arbeit geleistet.“ Für die letzte Stunde kletterte Volker Strycek erneut ins Cockpit. „Das Sonnen-Wetter, die vielen Fans an der Strecke, und es wurde sehr fair gefahren: Das war heute ein Motorsporttag, der richtig Spaß gemacht hat. Ende gut, alles gut, jetzt freuen wir uns auf das Saisonfinale am 5. Oktober.“

In der Klasse VT2 wechselten sich die Geschwister Robin und Lena Strycek (beide Dehrn) am Steuer des Theisen-Opel Astra OPC ab. Auch wenn es für beide der erste Einsatz auf dem seriennahen Fahrzeug war: Sie schlugen sich hervorragend, sammelten sogar Führungskilometer und wurden schließlich auf Klassenrang drei bei fünf Startern abgewinkt. Nach dem Start-Stint im seriennahen Theisen-Astra kletterte Robin Strycek in den Opel Astra TCR von Rolf Droste. Der Schalksmühler war vom vierten Startplatz aus ins 3h-Rennen gegangen. „Mein Rennen begann hervorragend,“ sagte der 51-Jährige. „Allerdings waren die Hankook-Einheitsreifen schon nach der sechsten Runde hin. Der Astra quittierte dieses mit konsequentem Untersteuern.“

Robin Strycek übernahm das Volant und markierte, auch Dank frischer Reifen, in 8.57,845 Minuten die schnellste Rundenzeit des Tages der gesamten Klasse. Der 27-Jährige war somit auch schneller als sein Vater Volker Strycek, DTM-Meister, 24h-Gesamtsieger und Rekordstarter, im Theisen-Schwesterauto. Für die letzten Runden übernahm wieder Droste das Steuer. „Es gab doch einige Unfälle und Code 60-Phasen. Man musste höllisch aufpassen, aber es hat alles gepasst. Platz drei in der starken Klasse und Rang fünf im Gesamten sind hervorragend und ein schöner Saisonabschluss, da wir beim letzten Lauf nicht mehr teilnehmen werden. Mein Glückwunsch geht an das Team Theisen für die saubere Aufholjagd!“

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