Motorsport

Platz drei für Rolf Droste

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Der Schalksmühler Rolf Droste hatte sich beim dritten Lauf zur Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring für Regenreifen entschieden – eine goldrichtige Wahl, die mit Platz drei belohnt wurde.

Kreisgebiet – Beim dritten Saisonlauf zur Rundstrecken-Challenge auf dem Nürburgring waren die beiden heimischen Opel Astra-Teams erneut erfolgreich. Das bessere Ende hatte dieses Mal „Solist“ Rolf Droste aus Schalksmühle für sich, der auf den dritten Rang von zehn Startern in der Klasse RS3A fuhr. Auf Platz vier folgte der Team Theisen-Opel Astra von Ralf Kraus/Volker Strycek (Köln/Dehrn).

Im von wechselnden Witterungsbedingungen geprägten Wertungslauf lag die Theisen-Mannschaft zunächst bei der Reifenwahl falsch. Kurz vor dem Start zur 13 Runden-Distanz (= 330 Kilometer) ging über den meisten Streckenabschnitten ein Regenschauer nieder. Ralf Kraus entscheid sich für Intermediates, Rolf Droste für „echte“ Regenreifen. „Das war die bessere Wahl, teilweise stand das Wasser zentimeterhoch. Ich hatte einfach das Glück, dass es partiell weiter regnete“, sagte Droste. „Leider herrschte auf der ersten halben Runde der Nordschleife nahezu Dauerregen, während die Abschnitte von Breidscheid bis Start-und-Ziel früh abtrockneten und auch trocken blieben. Unterm Strich wären richtige Regenreifen die bessere Wahl gewesen“, sagte Ralf Kraus, der bei einem Dreher zum Glück nirgends aneckte. Trotz der Reifenwahl übergab der Kölner als Sechster von zehn Startern in der Klasse das Cockpit an Volker Strycek.

Da das Wetterradar eine große herannahende Regenwolke zeigte, entscheid sich der 24h-Rekordstarter für Regenreifen. Technik-Chef Thomas Theisen hielt das Radarbild im Auge. Die große dunkle Wolke zog am Eifelkurs vorbei und Strycek kam nach nur zwei Runden an den Boxen, um auf neue Intermediates zu wechseln. „Diese Entscheidung war goldrichtig, denn an einigen Abschnitten war es abseits der Ideallinie noch feucht und rutschig. Slicks wären zu risikoreich gewesen“, sagte Volker Strycek. „Ein großes Lob gebührt der Theisen-Mannschaft, die unseren Opel Astra perfekt vorbereitet hatte und mich zur richtigen Zeit zum Räderwechsel an die Boxen holte. Das ist Teamsport, so macht das richtig Spaß. Für mich war es ein erfolgreiches Comeback im Rennauto nach meiner Operation, ich empfand das Fahren wie eine Reha-Maßnahme. Herzlichen Dank an das gesamte Team für das Vertrauen.“

Der DTM-Meister von 1984 blies fortan an zur Aufholjagd und war im letzten Renndrittel der schnellste Pilot im Feld der 158 Starter. In 9:30 Minuten drehte Volker Strycek auch die schnellste Runde des Tages im Gesamtklassement. In der Klasse RS3A verbesserte sich der Theisen-Pilot noch auf den vierten Platz. Droste war zur Halbzeit Dritter hinter zwei Seat Leon. Und der Schalksmühler ging auf Nummer sicher, blieb bei Regenreifen. „Auch meine Mannschaft sah die Regenwolke auf dem Radar. Und auch als es abtrocknete, bin ich kein Risiko eingegangen, auch wenn die Regenreifen am Ende völlig im Eimer waren. Die aufkommende Sonne hatte die Strecke sehr schnell sehr erwärmt.“ 50 Strafpunkte in einer Bestätigungsrunde kosteten dann allerdings den zweiten Platz.

 „Hätte, wenn und aber zählt nicht. Ich bin wirklich zufrieden: Dritter in der Klasse, Elfter im Gesamtklassement, bester Opel Astra TCR im Feld und endlich mal wieder ein Regenrennen“, freute sich Droste, der in seinem Leben auch schon viele Rallyes bestritten hat. Der vierte Saisonlauf findet am Donnerstag, den 20. Juni im Rahmenprogramm des Int. ADAC 24h-Rennens statt

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