Handball, 3. Liga Nord-West

Aggressiv gegen die Auswärts-Misere

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Auch ohne die Heimspiel-Wohlfühl-Atmosphäre zwei Punkte im Visier: Natko Merhar hofft mit den SGSH Dragons auf einen Sieg in der Augustdorfer Witex-Halle.

Schalksmühle – Das Zahlenwerk spricht eine deutliche Sprache: Seitdem das Trainerteam Dragunski/Müller/Reckzeh den Handball-Drittligisten SGSH Dragons führt, ist die Heimbilanz eine ausgezeichnete (11:1 Punkte, Gala-Vorstellungen gegen Longerich, die Bergischen Panther und Volmetal). Auswärts aber warten die Dragons seit der Trennung von Stefan Neff noch immer auf ihren ersten Punktgewinn. Vier Spiele, vier Niederlagen – eine ernüchternde Bilanz.

„Die Siege in den Heimspiele sind nicht viel Wert, wenn wir es nicht auswärts auch mal hinbekommen“, sagt Mark Dragunski vor dem Gastspiel am Samstag beim Team HandbALL Lippe II (Samstag, 18 Uhr, Witex-Halle in Augustdorf), „wir müssen die Intensität im Abwehrspiel, die wir gegen Volmetal gezeigt haben, auch in Augustdorf zeigen, müssen die Aggressivität auch mal nach auswärts transportieren.“

Keine guten Erinnerungen an Witex-Halle

Weshalb das bislang noch nicht recht gelungen ist, darüber hat sich auch Dragunski den Kopf zerbrochen. „Zu Hause haben wir die gewohnten Abläufe und eine Wohlfühl-Atmosphäre in der Halle“, sagt der Ex-Nationalspieler, will das aber als Ausrede nicht mehr gelten lassen. „So ein Spiel wie in Ahlen hätten wir mit einer ähnlich aggressiven Abwehr gewonnen“, sagt der Hüne und nimmt sein Team in die Pflicht. In Augustdorf soll auch auswärts der Knoten platzen. Wobei die Dragons an die Witex-Halle keine guten Erinnerungen haben.

Mit der Kooperation von HSG Lemgo II und HSG Augustdorf/Hövelhof ist diese Spielstätte auf die Drittliga-Bühne zurückgekehrt. Im März dieses Jahres setzte es dort allerdings eine 27:32-Niederlage. Es war ein schwacher Auftritt gegen einen Gegner, der seinerzeit mitten im Abstiegskampf steckte. Und: Es war das letzte Spiel von Dominic Luciano im SGSH-Trikot – der Kreisläufer bat in der Woche nach dem Spiel im Lipperland um Vertragsauflösung, erst danach kehrte das Neff-Team in die Erfolgsspur zurück.

Dragunskis Ziel: Sechs Punkte bis Weihnachten

Das ist Schnee von gestern: Aktuell ist das Team HandbALL Lippe II deutlich besser situiert, die Dragons dagegen spielen nicht die Rolle der Vorsaison. Die Rollen sind gerade auch ob der Auswärtsschwäche der Dragons nicht so klar verteilt wie im März. Beim Gast fallen mit Ante Vukas (Syndesmoseband-Anriss) und David Bleckmann, der nach seiner hartnäckigen Bauchmuskelzerrung inzwischen in Dortmund operiert worden ist und 2020 wieder durchstarten soll, zwei Akteure aus, auch Dominik Spannekrebs ist zumindest offensiv noch keine Option.

 „Es soll nicht arrogant oder respektlos klingen, aber unser Anspruch ist es, bis Weihnachten sechs Punkte zu holen“, sagt Mark Dragunski. Nach dem Spiel in Augustdorf wartet das Heimspiel gegen den Tabellenletzten TSV GWD Minden II und zum Jahresausklang dann das Derby bei der SG Menden Sauerland Wölfe. Sechs Punkte, von denen vier in des Gegners Halle geholt werden müssten. Dragunski weiß das. Er sagt trotzdem: „5:1 Punkte wären mir bei diesem Programm eigentlich schon zu wenig...“

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