Tchoukball: Ernüchternde Bilanz in Genf

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Die Tchoukballer aus Halver waren in Genf am Start.

Halver - Für elf Tchoukballer des TuS Oeckinghausen ging es am vergangenen Wochenende zum Nations-Cup nach Genf. Mit den Nationalmannschaften der Herren, Damen und der männlichen Jugend mussten sich die Spieler starken Gegnern stellen und zogen am Ende eine ernüchternde Bilanz: Mehr als die Plätze elf, 16 und 20 sprangen für die Deutschen in der Schweiz nicht heraus.

Die deutschen Damen mussten in der Gruppenphase gegen die Herren aus der Schweiz und aus Italien sowie Englands 2. Mannschaft und die männliche U18 II Italiens antreten und konnten wie erwartet keinen Sieg erzielen. „Wir hatten eben das Los, nur gegen Herrenteams antreten zu müssen. Außerdem wurden an einem Tag gleich vier Spiele ausgetragen, was dann doch auf die Ausdauer der Spielerinnen geschlagen hat“, bilanzierte Amelie Kühn, die das Coaching der Damen übernommen hatte. Auch die deutsche U18 beendete die Gruppenphase ohne Sieg. „Sie hat sich zwar gut geschlagen, aber gerade gegen den amtierenden Europameister Österreich hat man gesehen, dass bis zur EM noch viel trainiert werden muss. Das Team hat zum ersten Mal zusammengespielt, und es braucht noch etwas Zeit, bis sich alle aufeinander eingestimmt haben“, so Julian Clever, der das U18-Team betreute.

Für die Nationalmannschaft der Herren verlief die Gruppenphase ebenfalls nicht so wie erwartet: Italiens Damen und die Schweizer U18 konnten sie zwar bezwingen, doch im folgenden Spiel gegen die italienische U18 machte sich bemerkbar, dass den nur zu siebt angetretenen Deutschen ein Auswechselspieler fehlte. Anfangs konnte das Team noch gut mithalten, ehe im letzten Drittel Ausdauer und die passende Verteidigungsleistung fehlten. Im letzten Spiel des Abends schließlich präsentierten sich die Deutschen dann in einer komplett gefüllten Halle gegen Weltmeister Taiwan.

„Wir wussten schon vorher, dass wir gegen dieses Team keine Chance haben würden, dennoch haben wir uns gut geschlagen und eine starke Leistung präsentiert“, lautete das Fazit von Lars Diederich, Spieler der Nationalmannschaft und Trainer des TuS Oeckinghausen. Das Team musste sich letztlich mit 33:55 geschlagen geben.

In den Platzierungsspielen ging es dann für die Damen neben den italienischen Damen I und II auch gegen das U18-Team aus dem eigenen Land. Auch in diesen Partien konnten die deutschen Spielerinnen keinen Sieg erzielen und belegten somit den 20. Platz. „Wir haben gegen die Italienerinnen eine gute Leistung gezeigt und wissen jetzt auch, dass wir vor allem an unserer Wurf- und Sprungkraft und an der Ausdauer arbeiten müssen. Bis zur Europameisterschaft ist es noch ein halbes Jahr, und das Turnier in Genf dient immer als gute Vorbereitung dafür“, so Amelie Kühn, die fürs kommende Jahr auf eine Änderung des Modus hofft: „Wir hätten lieber gegen mehr Damenmannschaften gespielt.“

Die männliche U18 zeigte derweil eine deutlich stärkere Leistung als noch am Vortag. Julian Clever: „Man hat gemerkt, dass sich das Team langsam eingespielt hatte. Dennoch wurden uns die Schwächen aufgezeigt, an denen wir in den kommenden Kadertrainings arbeiten werden.“ Alle Spiele des zweiten Spieltages konnte die Mannschaft gewinnen, so dass sie letztlich den 16. Platz belegte.

Für Deutschlands Herren ging es nun gegen Tschechien, England I und die Schweizer U18 aufs Spielfeld. Das Duell mit den Eidgenossen konnte die Mannschaft für sich entscheiden, in den anderen Spielen reichte es allerdings nicht für einen Sieg, so dass am Ende der elfte Platz heraussprang. „Das Turnier war für uns eher nicht erfolgreich“, gab Lars Diederich zu, „wir waren schwach besetzt. Aber weil das Turnier nur eine Probe für die Europameisterschaft ist, ist der elfte Platz keine große Niederlage.“ Auch die Schwächen des Teams hat der 23-Jährige erkannt: „Die Verteidigung muss stärker trainiert werden. Außerdem müssen einige Positionen besser besetzt und das Spiel besser untereinander abgestimmt sein. Positiv war allerdings unsere Wurfleistung.“

Lara Diederich

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