Tanzen ohne Musik als neue Herausforderung

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Arbeiten am neuen Thema: Die Formation "Jazz1" des LTV 61.

Lüdenscheid - Das nächste große Ziel liegt eigentlich ja noch in weiter Ferne: Beim NRW-Landesturnfest in Siegen will die Tanz-Formation „Jazz1“ des LTV 61 Anfang Juni 2015 ihren Landestitel beim Dance-Cup in der 40+-Klasse verteidigen. Doch früh übt sich, wer ein Meister bleiben will: Am Wochenende fand in der Halle der Richard-Schirrmann-Realschule das erste Trainingslager der Vorbereitung auf die Saison 2015 statt.

Von Thomas Machatzke 

 „Fröhlich und schwungvoll, aber wirklich hart“, nennt Trainerin Tina Wiek rückblickend die drei Tage in der Sportstätte. Hart und anstrengend auch deshalb, weil die Formation „Jazz1“ sich wieder etwas gänzlich Neues vorgenommen hat. „Vom Niveau her entwickeln wir uns damit weiter“, sagt Wiek, „die neue Choreographie beinhaltet wieder Tanzen und Akrobatik, auch viel Mimik und Gestik, aber das ist nicht das Besondere daran.“

Das Besondere ist, dass die Musik beim neuen Thema – Name und Inhalt des Themas sind noch nicht öffentlich – gleich fünfmal durch Passagen unterbrochen wird, in denen ein Sprecher einige Sätze ohne Musik sagen wird. In diesen Passagen werden die Tänzerinnen der „Jazz1“ trotzdem weitertanzen. „Das Schwierige daran ist, dass man im Kopf weiterzählen muss, weil die Musik einem nicht mehr hilft – das erfordert eine sehr hohe Konzentration“, sagt Wiek und em-pfindet die Trainingslager-Tage auch deshalb im Rückblick als besonders anstrengend.

Nach der normalen Einheit am Donnerstagabend hatte das Team die Intensiv-Tage bereits am Freitagnachmittag eingeläutet. Der Samstag war mit einer Trainingszeit von 10 Uhr bis 19 Uhr der längste Tag. Am Sonntag ging es noch bis 15 Uhr weiter. Für sechs Tänzerinnen ist die Choreographie ausgelegt.

Mit sechs Tänzerinnen auf der Fläche

Auf der Tanzfläche sollen am Ende Yvonne Benedikt, Imke Druschel, Anja Brandts, Maike Aßmann, Dorothee Humpert und Tina Wiek selbst stehen. Als Ersatz-Tänzerinnen gehören außerdem Nadja Flieger, Eva Päckert und Tina Boßmann fest zum Team. „Mit dem Inhalt sind wir durch, ein paar Teile der Choreographie sind auch schon fix und fertig, beim Rest aber müssen wir noch ran“, sagt Tina Wiek, „es ist immer sehr schwierig, etwas Neues zu machen, wenn das alte Thema so gut angekommen ist wie bei uns in diesem Jahr.“

Optimistisch ist die Trainerin gleichwohl: „Das neue Thema ist peppig, verspielt, lustig und charmant – und es wird durch den Sprecher eine Botschaft transportiert“, sagt Tina Wiek, „es ist ein tolles Stück, aber eben auch ein bisschen anders als sonst. Ob es ankommt, wird man sehen müssen.“

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