Fußball, Bezirksliga 6

Auf keinen Fall Faulheit und Fiktion Einlass gewähren

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Richard Dissing (rechts) gelang mit herrlichem Freistoß das Ausgleichstor.

Lüdenscheid – „Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft, welch tollen Fußball sie in der zweiten Halbzeit gespielt hat“, freute sich Trainer Martin Rost auch am Montag noch über den Auswärtscoup der Lüdenscheider Rot-Weißen mit dem 2:1-Erfolg beim bisherigen Spitzenreiter in Berchum/Garenfeld.

Ein Spiel, das den Coach durchaus Nerven gekostet hatte. Zwar hatten die Gastgeber in Halbzeit eins einen ganz leichten Vorteil gehabt, weil die Gäste immer wieder in Zweikämpfe mussten, in denen der SC seine körperliche Robustheit ausspielte. Aber trotz manch langen Balles, der zwar wegen eines höher anlaufend erwarteten Gegners durchaus gewollt war, aber ins Nirwana ging, hatten die Gäste auch kaum Torchancen der offensivstarken Gastgeber zugelassen.

Gürkan Besirlioglu lieferte sich im Zentrum an die Grenzen gehende Duelle mit dem oberligaerfahrenen Box-Stürmer Külpmann, der Seitentausch der Außenverteidiger Schönrath/Ertelt mit Letzterem als dem defensivtreueren und zweikampfbissigeren auf rechts gegen den dreifachen Hinspieltorschützen Grzondziel bewährte sich: Vom dribbelstarken Offensivmann war so gut wie nichts zu sehen, sieht man von einem ungeahndeten – nach Tätlichkeit riechenden – Griff in Ertelts Gesicht ab.

Spätes Glück zum wichtigen Erfolg

Außer dem „verrutschten“ Führungstor durch Berg, der mit Amstutz auf dem rechten SC- Flügel die beste Offensivwaffe gegen RWL bildete, gab’s praktisch keine Torchancen bis zum Wechsel. Das sah nach Wiederbeginn dann aber ganz anders aus, als Angriffswelle auf Angriffswelle auf das SC-Tor rollte. „Da wirst du schon verrückt, wenn du zuguckst und scheinbar alles gelingt, außer die Kugel über die Linie zu bringen. Da fängst du an, nach Spielglück zu flehen“, räumte Rost ein. Spielglück, das sich in der Schlussphase aber dann doch noch RWL zuwendete, nachdem der Linienchef ein glückliches Händchen bei den Wechseln bewiesen hatte: Ein Foul an Semir Tuz, ein toller Dissing-Freistoß – 1:1. Und dann holte Leo Viggiani einen Eckball heraus, nach dessen Verlängerung Finke das Gästeglück perfekt machte.

Gesänge und das eine oder andere Kabinenbier folgten, mehr aber nicht. Denn nicht nur der Arbeitstag Montag warf seine Schatten voraus, sondern auch die mahnenden Worte des Cheftrainers: „Das Wichtigste ist immer die Konzentration auf die nächste Aufgabe und nicht den Verlockungen der zwei F’s zu erliegen: Faulheit und Fiktion. Wir müssen uns wieder neu fokussieren auf die Aufgabe gegen Kalthof, um nicht kaputtzumachen, was wir jetzt mit einer Topleistung aufgebaut haben.“ Allerdings muss RWL ausgerechnet gegen den Angstgegner, gegen den bislang noch nie ein Sieg geglückt ist, auf die gelb gesperrten Marc Linneboden, Richard Dissing und Ali Ozan verzichten.

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