Meyer-Comeback gleich mit Turniersieg

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Erfolgreiches Trio von Olympic Taekwondo Lüdenscheid im Sindelfinger Glaspalast (von links): Michael Meyer, Florian Meyer und Mario Faroß.

Lüdenscheid - Frohe Kunde für die Kampfsportler von Olympic Taekwondo Lüdenscheid: Das langjährige sportliche Aushängeschild Florian Meyer ist auf die Kampfmatten zurückgekehrt. Und wie: Bei der 30. Auflage des Park-Pokal-Turniers im Sindelfinger Glaspalast feierte der Schwergewichtler sein Comeback gleich mit einem Turniersieg.

Abgerundet wurde der erfolgreiche Auftritt der Olympic Taekwondo-Kampfsportler in der Seniorenklasse Ü 40 mit einem Doppelsieg in der Klasse über 80 Kilogramm, was die Optimalausbeute für die Bergstadt-Delegation in Baden-Württemberg bedeutete.

Der runde Geburtstag des Turniers in Sindelfingen fand zwar erneut großes Interesse, aber bei 800 Kämpfern im Olympischen Vollkontakt und 200 Poomsae-Läufern war die quantitative Besetzung in der Vergangenheit schon besser, was der Turnierqualität aber keinen Abbruch tat.

Die ehemalige Olympic-Olympiahoffnung Florian Meyer hatte sein Comeback nach gut eineinhalbjähriger Verletzungspause eigentlich Ende November bei den „Maroc Open“ geplant, doch die Terroranschläge von Paris machten ihm mit einem gestrichenen Flug einen Strich durch die Rechnung. Deshalb jetzt also Sindelfingen als Location für das Comeback des 23-Jährigen.

Für Florian Meyer, der von den Klubtrainern Michael Meyer und Mario Faroß sowie als Betreuerin Madita Kleppe vor Ort unterstützt wurde, begann das Turnier mit dem ersten Kampf sehr früh, und dieses erste Duell in der Klasse über 87 Kilogramm hatte es gleich in sich. Meyer traf nämlich auf keinen Geringeren als den Kroaten Josip Maras, der sich bei den hoch dotierten „Belgian Open“ 2014 die Bronzemedaille gesichert hatte. Der Kampf war sehr ausgeglichen und kurz vor Ende der dritten Runde schaffte der Kroate den Ausgleich zum 2:2. Meyer hatte ein wirklich dickes Brett zu bohren, setzte aber im Sudden Death den alles entscheidenden Treffer zum 3:2, mit dem er ins Halbfinale einzog.

Hier traf der Sauerländer auf Volkan Sahin von der Taekwondo-Union Baden-Württemberg. Diesmal war beim jungen Lüdenscheider schon wieder größere Sicherheit auf der Matte zu beobachten, Meyer diktierte den Kampf und gewann souverän mit 6:0.

Im Finale traf Florian Meyer auf einen weiteren Kämpfer aus dem Gastgeber-Landesverband, Marek Langer, der sich in der Vorschlussrunde gegen einen sehr starken Engländer durchgesetzt hatte. Meyer wirkte auch im Finale höchst konzentriert, ging früh in Führung und baute den Vorsprung – auch mit einem Kopftreffer – kontinuierlich aus, hatte schließlich mit 9:2 den ersten Turniersieg seit langem in der Tasche und noch wichtiger: Von seiner Verletzung war nichts mehr zu spüren und auch die Psyche spielte mit, so dass sich der Bergstädter auf die kommenden großen Aufgaben freut: Zusammen mit Tina Neuhaus und Kosta Mitakoglou stehen früh im Jahr die Griechisch Open, Türkisch Open und US Open auf dem Programm.

Gepasst hatte in Sindelfingen aber auch der Auftritt der Trainer Mario Faroß und Michael Meyer in der Seniorenklasse Ü 40: Meyer hatte in Runde eins ein Freilos und kam wegen Rückzugs des Gegners auch kampflos ins Finale, während Mario Faroß zwei Kämpfe gewinnen musste, um sich für den Endkampf gegen den Trainerkollegen zu qualifizieren. Hier behielt er zum dritten Mal, diesmal knapp mit einem Zähler Differenz, die Oberhand.

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