Arnsberg-Cup: Kampfsport pur statt Karneval

Tina Neuhaus von Olympic Taekwondo Lüdenscheid tritt beim Arnsberg-Cupin der Senioren-Gewichtsklasse bis 62 Kilogramm an.

Lüdenscheid - Mundschutz und weißer Kampfanzug statt Pappnase und buntes Clownskostüm heißt es am Karnevalswochenende für rund 404 Taekwondoka aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Belgien in der Sporthalle des Bergstadt-Gymnasiums. Am Samstag und Sonntag findet dort der traditionelle Arnsberg-Cups der Nordrhein-Westfälischen Taekwondo Union statt.

Von Martin Meyer

Ausrichter des Turniers ist der heimischen Kampfsportverein Taekwondo Lüdenscheid. Darüber, dass die Veranstaltung überhaupt über die Bühne gehen kann, sind alle Beteiligten glücklich. „Der Termin ist nicht optimal gelegt. Aber wir sind froh, dass wir die Halle bekommen haben. Sonst hätte es das Turnier in Lüdenscheid wohl auch nicht mehr gegen. Im letzten Jahr musste es ja schon wegen Terminproblemen, unter anderem mit dem Verband, ausfallen“, sagt Rolf Granzow, erster Vorsitzender von Taekwondo Lüdenscheid.

Vor zwei Jahren traten noch rund 500 Kampfsportler auf die Matten in der BGL-Sporthalle – zu Spitzenzeiten waren es zwischen 700 und 800. Mit der diesjährigen Teilnehmerzahl ist Granzow nicht zufrieden: „Vor allem aus dem rheinischen Raum haben sich wenig Vereine, etwa aus Kerpen oder Neuss, angemeldet.“ Die mangelnde Resonanz auf die Turnier-Ausschreibung führt der Vereinsvorsitzende darauf zurück, dass neben der Karnevalszeit auch zahlreiche weitere Taekwondo-Turnier in den nächsten Tagen stattfinden.

Trotz des eher dünnen Teilnehmerfeldes sind auch diesmal spannende Kämpfe zu erwarten. Unter anderem haben mit Tina Neuhaus, Mario Faross, den Geschwistern Emilie und Edwin Schäfer sowie Aylin Acil (alle drei Mitglieder des NRW-Jugendkaders) von Olympic Taekwondo Lüdenscheid heiße Anwärter auf die Medaillen in ihren Gewichtsklassen ihre Zusage zum Turnier gegeben. Vor allem die Iserlohnerin Neuhaus und der Lüdenscheider Faross, die bereits Erfahrung auf nationaler und internationaler Ebene sammeln können, gelten als Favoriten. Neuhaus kämpfte bereits im Seniorenbereich sowohl um die Deutsche- als auch um die Nationalmeisterschaft. Der Schwergewichtler Faross nahm sogar an Welt- und Europameisterschaften teil.

Hohe Leistungsdichte und Landespunkte

Auch Granzow hofft auf den einen oder anderen Punktgewinn „seiner“ Schützling von Taekwondo Lüdenscheid. „Wir sind mit elf teilweise jüngeren Sportlern am Start und erhoffen uns vor allem bei den Jugendlichen, die wir für den Wettkampfbereich wieder aufbauen wollen, auf Erfolge.“ Ob dies gelingt, kann Granzow allerdings nicht vorhersagen: „Es wird sehr schwierig, da die Leistungsdichte im Teilnehmerfeld sehr hoch ist und viele bei dem Turnier sicher auch Landespunkte sammeln wollen.“ Gekämpft wird an beiden Tagen im K.O.-System, wobei am Samstag ab 10 Uhr die Sportler in der Leistungsklasse I (ab 4. Kup) und am Sonntag, ebenfalls ab 10 Uhr, in der Leistungsklasse II (8. bis 5. Kup) auf Medaillen-Jagd gehen. Hierbei zählen aber nicht nur Einzelleistungen, auch die besten Vereinsergebnisse werden mit Pokalen geehrt. Antreten werden männliche und weibliche Taekwondoka sowohl aus dem Jugendbereich (Jahrgänge 1998 bis 2008) als auch Senioren (ab Jahrgang 1998 oder älter).

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