Fußball

Viel Freude und viele alte Freunde

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Sven Krahmers Rückkehr an den Nattenberg war nur selten von skeptischen Blicken begleitet, vielmehr hatte ihm das Spiel seiner Mannschaft reichlich Freude bereitet.

Lüdenscheid - Sven "Erich" Kramer feiert seine Rückkehr auf die Trainerbank von Rot-Weiß Lüdenscheid. Dabei konnte er gleich den ersten Erfolg verbuchen.

Die Zuschauerkulisse war angesichts des Wetters und des Freundschaftscharakters des Duells gegen Landesligist VSV Wenden (4:1) noch recht mager, aber Händeschütteln musste Sven „Erich“ Krahmer am Samstagnachmittag bei seinem Comeback an der Seitenlinie von Bezirksligaspitzenreiter Rot-Weiß Lüdenscheid reichlich. Neun Jahre als Trainer, zuvor etliche als Spieler – der Nachfolger von Martin Rost hat noch viele alte Bekannte und Freunde am Nattenberg, obwohl er seinen Trainerstuhl dort bereits 2010 geräumt hatte. 

Und die Rückkehr auf die etwas veränderte, langjährige Spiel- und Trainingsstätte – damals war auch der Nebenplatz noch mit Naturrasen bestückt – bereitete dem 55-jährigen Meinerzhagener und Ex-Oberligakicker in der ehemaligen DDR (Stahl Brandenburg) sichtlich Freude. Er hatte in 92 Minuten gegen den klassenhöheren Gast nur selten verbal korrektiv eingreifen müssen: „Das Zuschauen hat heute richtig Spaß gemacht“, konstatierte er nach dem Schlusspfiff vielmehr bestens gelaunt. „Man hat gesehen, dass die Jungens alle wollen, viel laufen und enorme Spielfreude entwickeln“, bilanzierte er erfreut, hob aber auch gleich warnend den Zeigefinger: „Das war heute ein Test gegen einen Gegner, der selbst gerne Fußball spielt. In der Liga, die ich noch nicht kenne, wird’s sicher aber auch den einen oder anderen Rivalen geben, der gegen uns Beton anrühren wird. Und dann wird man sehen, ob sich die Mannschaft gegen tief stehende Gegner nicht viel schwerer tut“, mahnte Krahmer. 

Und noch etwas hatte dem Meinerzhagener auf der RWL-Bank nicht ganz behagt bei seiner Premiere: Angesichts der Ausfälle von Keeper Reischel sowie den Feldspielern Linneboden, Ömer Yilmaz, Breitenbach, König und Maatalla standen Krahmer im ersten Vorbereitungsspiel vor der Saisonfortsetzung gerade einmal zwölf Feldspieler zur Verfügung. „Der Kader ist vielleicht doch etwas dünn besetzt“, fürchtet der neue Trainer, der mit den Rot-Weißen unter allen Umständen den Aufstieg in die Landesliga anstrebt. „Aber in der 2. Mannschaft soll es ja auch noch den einen oder anderen guten Zocker geben“, meinte Krahmer und macht sich keine großen Sorgen. 

Zumal es in den nächsten Tests wieder besser aussehen dürfte. So sind Urlaubsrückkehrer Marc Linneboden und Robin Breitenbach (privat verhindert) schon am Donnerstag (19.30 Uhr, bei Bezirksligist SV 04 Attendorn) auf jeden Fall wieder an Bord, kann womöglich auch Ömer Yilmaz (angeschlagen) mitmischen. Am Sonntag steht im übrigen Testspiel Nummer drei (gegen Iserlohns Kreisligaspitzenreiter SV Deilinghofen-Sundwig (15 Uhr) erneut am Nattenberg auf dem Programm, ehe es abschließend zum Landesliga-Tabellenzweiten SpVg Hagen 11 geht (Sonntag, 9. Februar, 15 Uhr, Bezirkssportanlage Emst)

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