1. come-on.de
  2. Sport
  3. Lokalsport

Mit 50 steht „Korti“ wieder in der „Kiste“: Wenigstens einmal gegen den Neffen spielen

Erstellt:

Von: Michael Jeide

Kommentare

fussball_kortmann_neffe
Wenigstens noch einmal gegen Neffe Joe spielen: Sven Kortmann (rechts) erfüllte sich diesen Wunsch am Sonntag. © Jeide, Michael

Dass sich Martin Hedderich und Andreas Kaesler trotz strömenden Regens am Sonntag zumindest eine Halbzeit des Fußball-Testspiels zwischen der U23 des TuS Plettenberg und dem TuS Grünenbaum unter dem schützenden Vordach des Eingangsbereichs im Lennestadion ansahen, hatte seinen besonderen Grund. Im Tor der Gäste stand nämlich – wieder einmal – ihr einstiger Weggefährte aus den 90er Jahren beim SC Plettenberg, Sven Kortmann.

Plettenberg/Halver - Der Keeper, der am vergangenen Dienstag seinen 50. Geburtstag feiern durfte, hatte die Unterstützung durch die beiden „Edelfans“ gewissermaßen eingefordert, und ähnlich verhielt es sich auch mit seinem Wunsch, nochmals bei seinem „Herzensverein“ TuS Grünenbaum – neben dem 1. FC Köln natürlich, dem „Korti“ tags zuvor erfolgreich die Daumen gedrückt hatte – zwischen den Pfosten stehen zu dürfen. „Ich habe mich nicht angeboten, ich habe mich aufgedrängt“, schlug Sven Kortmann just an seinem Geburtstag Grünenbaums Coach Niko Douros mehr oder minder unmissverständlich vor, ihn doch bitte im Test gegen die jungen Blau-Gelben einzusetzen.

Ich habe mich nicht angeboten, ich habe mich aufgedrängt.

Sven Kortmann

Der Hintergrund ist ein familiärer, denn bei der Truppe von Trainer Salih Öztürk spielt Svens Neffe Joe Kortmann mit. „Und ich wollte wenigstens einmal gegen Joe spielen“, hatte sich Onkel Sven auf der Zielgeraden seiner Laufbahn vorgenommen. Möglich wäre dies zwar auch noch in der Saison 22/23, sofern dem derzeitigen Spitzenreiter der Kreisliga B der Aufstieg gelingt, aber das Testspiel bot schon jetzt die willkommene Gelegenheit. „Wobei ich letzten Dienstag nicht auf meine Wetter-App geschaut hatte“, war es letztlich auch für Sven Kortmann im Dauerregen alles andere als ein Vergnügen, weitgehend unbeschäftigt im Tor zu stehen.

So musste er sich in der ersten Halbzeit nur bei einem Distanzschuss von Mo Riabi strecken und brauchte auch nicht einzugreifen, als Neffe Joe einen Freistoß aus knapp 20 Metern Entfernung auf den Kasten abfeuerte. Denn der Schuss, ob nun aus Respekt vor dem Onkel sei einmal dahingestellt, geriet deutlich zu hoch und flog über den Querbalken. „Ich hätte die Torwartecke gewählt“, lautete Sven Kortmanns Ratschlag an den Neffen, ehe sich beide auf den Weg zum Aufwärmen in die Pausenkabine machten.

Auch interessant

Kommentare