Fußball

„Mir fehlt die Wertschätzung": Fußball-Trainer geht

+
Verlässt den SC Lüdenscheid nicht komplett im Guten: Sven Hendrich.

Lüdenscheid - Es ist ein Abschied, der nicht im Stillen vollzogen wird.

Sven Hendrich verlässt den SC Lüdenscheid. Zuvor war er als Spieler und Jugendtrainer für den Club tätig. 

„Für mich war klar, dass ich die Mannschaft, die ich seit acht Jahren begleitet habe und in der auch mein Sohn spielt, verlassen werde“, sagt Hendrich und begründet seine Entscheidung: „Ich war der Meinung, dass die Mannschaft einen neuen Impuls braucht, um sich weiter zu verbessern.“ 

Wie es für ihn persönlich weitergehen sollte, war indes, zumindest für Hendrich selbst, klar. „Ich wollte gerne mal im älteren Bereich als Trainer tätig sein“, sagt Hendrich. Diese Absicht tat er gegenüber dem SCL-Jugendleiter Peter Klauke auch Kund. „Anscheinend war man der Meinung, dass ich nicht der Richtige bin, um im älteren Bereich zu trainieren. Ich bin halt ein Mensch mit Ecken und Kanten und passte wohl nicht in das gewünschte Profil“, vermutet Hendrich. 

Klauke hingegen hat eine andere Sicht der Dinge: „Es war einfach so, dass die Trainerposten zu dem Zeitpunkt der Entscheidung von Sven Hendrich vergeben waren und es deshalb nicht dazu kam, ihn in der kommenden Saison als Trainer auf dem Großfeld einzusetzen.“ Dennoch hoffte man im SCL-Lager darauf, in Zukunft wieder auf die Dienste von Hendrich zählen zu können. 

Dieser sieht das jedoch anders: „Mir fehlt da auch einfach die Wertschätzung des Vereins. Ich habe viel für den Verein getan, doch jetzt ist das Tischtuch zerschnitten, auch wenn ich das sehr traurig finde.“ Die Leistung Hendrichs für den SC Lüdenscheid erkennt Peter Klauke an: „Sven hat einiges für den Verein geleistet und wir hätten ihn gerne bei uns gehalten.“ 

Gleichwohl zeigt sich der Jugendleiter etwas verwundert ob der Sichtweise des Trainers: „Ich finde es schade, dass er die Dinge so sieht. Aber es ist seine Entscheidung. Ich bin zwar erstaunt über seine Aussagen, aber es herrscht ja Meinungsfreiheit.“ 

Für Hendrich ist jedoch klar: „Die Mannschaft und mein Sohn bekommen super Trainer.“ Er selbst befinde sich momentan in Gesprächen mit anderen Vereinen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare