Fußball

Schiedsrichter fühlt sich nicht sicher: Spielabbruch

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Jubel in rot und weiß: Mark Sattler, Raphael Schwarzer, Richard Dissing, Lukas Finke, Andreas Schneider und Ali Ozan freuen sich über das 2:0.

Südwestfalen - Nicht nur die stürmischen Bedingungen sorgten für Spielabbrüche. Auch das Fehlverhalten einer Mannschaft veranlasste einen Schiedsrichter die Partie frühzeitig zu beenden. Als Profiteur dieser Situation hatte Rot-Weiß Lüdenscheid allen Grund zur Freude.

Der erste Spieltag im neuen Jahr war ganz nach Geschmack von Staffel-6-Spitzenreiter Rot-Weißen: Während die Bergstädter, die bislang mit einem Nachholspiel in Rückstand waren, ihre Pflichtaufgabe bei Schlusslicht SSV Hagen mit 5:0 souverän, wenn auch mit zu wenig Treffern, lösten, wurden die Spiele der unmittelbaren Verfolger am Sonntag vom Winde verweht. 

Schiedsrichter Michael Haverkamp (Oberaden) einigte sich schon vor Anpfiff der Partie des fünftplatzierten SSV Kalthof gegen den ersten RWL-Verfolger SC Berchum-Garenfeld mit den Klubverantwortlichen, die Partie wegen der Sturmböen, die über die SSV-Arena fegten, gar nicht erst anzupfeifen. Der SC nutzte die Absage, um das RWL-Spiel in Hagen zu verfolgen, zog freilich nach dem dritten RWL-Treffer von dannen, weil eine Überraschung ausgeschlossen war. Erst um 17 Uhr, als der Wind sogar noch zugenommen hatte, wurde die Partie zwischen TSK Hohenlimburg und dem Tabellendritten Geisecker SV angepfiffen. Nach einer Stunde aber war Schluss, die Bedingungen bei Spitzenwindgeschwindigkeiten bis zu 90 km/h völlig irregulär geworden. Schiri Jörg Schlemper brach die Partie ab. 

Dadurch hat das Spitzentrio nun gemeinsam 17 Partien absolviert, der Vorsprung der Rot-Weißen ist auf sechs bzw. sieben Punkte angewachsen – ein schönes Polster für den dennoch steinigen Weg in Richtung Landesliga. 

In Iserlohn machte die Staffel 6 dagegen ihren Ruf als „Böse-Buben-Liga“ wieder mal alle „Ehre“: Die Begegnung zwischen den bislang so ruhigen Kickern von Aufsteiger 57 Sinopspor Iserlohn gegen Blau-Weiß Voerde wurde beim Spielstand von 0:1 im Seilersee-Stadion nach 70 Minuten von Schiri Niklas Kastner (Arnsberg) abgebrochen, der Referee fühlte sich offenbar von den Gastgebern bedroht. Auslöser sei schon vor der Pause ein aus Sicht der Hausherren unberechtigter Elfmeterpfiff gewesen, Sinopspor sah den vermeintlichen Sünder Atila eher als Opfer, das sogar verletzt ausgewechselt werden musste. Avan verwandelte nach minutenlangen Diskussionen zum 0:1 (44.). Nach Wiederbeginn wurde es deftig auf dem Feld: Seker sah – laut Iserlohner Kreis-Anzeiger – nach einem „harmlosen“ Foul Gelb-Rot, Co-Trainer Gündüz protestierte, wurde ebenfalls des Feldes verwiesen. Und als dann bei einem Zusammenprall von Gästekeeper Hakenberg und Akkaleli der von Sinopspor geforderte Elfmeterpfiff ausblieb, wurde auch der reklamierende Sinop-Interimscoach Sezgün Albayra, der in der Winterpause Özer Cakar, der aus privaten Gründen zurückgetreten war, von der Seitenlinie verwiesen. Die Stimmung nahm nach Schiri-Meinung bedrohliche Ausmaße an. Die Sünder-Datei wuchs am Sonntag – unabhängig von Trainerentgleisungen – auf 26 Rote Karten und 23 Gelb-Rote-Tickets an.

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