Wendener sollen ihre Kontoauszüge überprüfen

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Zu guten alten Landesligazeiten kickte Hakan Firat für RWL noch auf dem Nattenberger Naturrasen auch gegen den Kreisnachbarn TuS Plettenberg.

Lüdenscheid - Vermeintliche Gelassenheit herrscht beim Ligarivalen VSV Wenden, aber wohl erst recht bei Rot-Weiß Lüdenscheids Vorstandssprecher Michael Dregger in Sachen strittiger Spielberechtigung von Hakan Firat.

„Wir haben in unseren Augen alles richtig gemacht“, wird VSV Wendens Vorstandssprecher Joachim Schmidt in der Olper Ausgabe der „Westfalenpost“ zitiert, gibt sich dort aber einigermaßen empört: „Hakan Firat hat über den Vertrag mit den VSV Wenden Stillschweigen zu bewahren“, heißt es via WP bei Schmidt weiter.

Gar nicht gut angekommen sei laut der Zeitung bei den Wendenern Dreggers Meinung, dass Firat für VSV in dieser Saison gar nicht spielberechtigt gewesen sei. Für Schmidt ist ein Tatbestand laut WP unbestritten: „Für uns war Firat ein Amateur“, er habe nie „über die garantierten 250 Euro im Monat“ kassiert.

 Demnach hätte der Kicker unter der Bemessungsgrenze für Vertragsamateure gelegen. Michael Dregger hält dagegen fest: „Wir haben VSV Wenden keine Vorwürfe gemacht, sondern nur Fakten dargestellt. Uns geht’s um eine sachliche Lösung. Wir haben auch keine Vertragsdetails und Zahlen ausgeplaudert. Aber wenn es Herr Schmidt tut, dann soll er mal die Wendener Kontoauszüge überprüfen, da sagen die Zahlungen etwas anderes“, hält Dregger seinem VSV-Pendanten entgegen und freut sich: „Schön, dass Herr Schmidt eindeutig bestätigt hat, dass ein Vertrag vorliegt. Damit verstößt Wenden klar gegen den Amateurstatus“, resümiert der RW-Vorstandssprecher, während sich Schmidt schon als „Hellseher“ betätigt: „Man kann nicht alles haben: einen Spieler und nichts dafür bezahlen wollen“, zitiert ihn die WP und weiter: RWL könne Firat ja zum Vertragssspieler erklären, wenn man ihn denn unbedingt haben wolle.

Einig sind sich beide Parteien nur darin, dass die Entscheidung beim Verband liegt. „Und mehr haben wir nicht gewollt, wir sind nur um die sachliche Klärung bemüht“, blickt Dregger nach Eingabe der Beschwerde von RWL der Entscheidung erwartungsvoll entgegen. Die Passtelle hat die Beschwerde nicht abstellen können und den Vorgang bereits am Freitag erwartungsgemäß an den Fußballausschuss abgegeben.

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