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Tigers rupfen die Roosters

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Von: Mirko Heintz

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Roosters-Coach Brad Tapper sah eine Niederlage seines Teams. © Hahn

Ein erneut schlechtes erstes Drittel und ein Gegner, der körperlich und läuferisch einfach besser war, besiegelten am Dienstagabend eine weitere Auswärtsniederlage der Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga. Bei den Straubing Tigers unterlagen die Sauerländer mit 2:6.

Straubing - Nach großen Siegen folgen bei den Roosters schwache Anfangsdrittel, insbesondere auswärts. Das, was die Sauerländer in der Eissporthalle am Pulverturm in der knappen ersten Viertelstunde aufs Eis brachten, war schlicht und ergreifend zu wenig. Die Gastgeber waren von Beginn an einen Schritt schneller, wacher und auch einen Hauch kämpferischer. Brodas Strafe nutzte St. Denis aus dem Slot, um Roosters-Goalie Hanniball Weitzmann früh zu überwinden (5.). 20 Sekunden später, diesmal brauchte es den Videobeweis, hatte Leier für die Niederbayern mit einem Handgelenkschuss auf 2:0 gestellt. Anschließend war Straubing weiter dominant, generierte Konterchance um Konterchance. So erhöhte Elsner auf 3:0 (12.). Iserlohns Coach Brad Tapper wechselte den Goalie, Jenike rückte für Weitzmann zwischen die Pfosten. Damit stabilisierte sich das Spiel des IEC. Bis Drittelende entschärfte Jenike vier (!) weitere Top-Möglichkeiten.

In der 24. Minute legten die Tigers in Überzahl das 4:0 nach. O´Connor saß auf der Strafbank, Acolatse hatte einen Schuss geblockt, brach auf dem Eis zusammen, so hatte Akeson die Chance zum nächsten Schuss, der den Weg ins Tor fand. Acolatse musste vom Eis, kam aber vor Drittelende zurück, half seinen Jungs ein mittlerweile deutlich besseres Ergebnis zu verwalten. Denn während der Verteidiger in der Kabine behandelt wurde, hatten die Roosters durch Jentzsch in Überzahl und dank eines guten Konters von Ziegler auf 2:4 verkürzt. Deutlich besser war das Spiel zwar nicht geworden, auch weiterhin fanden Pässe nicht ihr Ziel, fehlte bei manchem Akteur der Körpereinsatz.

Dann Aufregung in Minute 38: Jenike war erneut geschlagen, die Scheibe landete abgefälscht im Iserlohner Tor. Die Schiedsrichter entschieden allerdings auf Videobeweis und erkannten einen hohen Stock des Torschützen Joshua Samanski. So zählte das Tor nicht, eine weitere Unterzahl aber brachte die Roosters in den letzten Sekunden und zu Beginn des Schlussabschnitts erneut mit einem Mann weniger aufs Eis.

Diese Zeit aber überstanden die Sauerländer schadlos. Straubing kam nicht zu einer gefährlichen Chance, blieb aber konterstark gegen ein Iserlohner Team, das mehr riskieren musste und genau das tat. Zwingendes kam zwar nicht dabei heraus, aber die Iserlohner wurden stärker. Die Uhr tickte jedoch herunter, herausragende Möglichkeiten der Blau-Weißen blieben weiter Mangelware, Straubing lauerte auf Konter. Und genau so ein Konter entschied knapp sieben Minuten vor Ende die Partie, als Akeson zum 5:2 traf. Anschließend mühten sich die Roosters weiter, nahmen Jenike vom Eis – und kassierten einen weiteren Gegentreffer zum 2:6-Endstand.

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