1:4-Niederlage

Straubing bleibt für Roosters „rotes Tuch"

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Bittere Pille für Keeper Mathias Lange und die Roosters: Nach der 2:3-Niederlage nach Verlängerung gegen München vom Freitag zogen die Sauerländer auch am Sonntag beim Tabellenvorletzten in Straubing mit 1:4 den Kürzeren.

Straubing - Die Straubing Tigers bleiben in dieser Saison für die Roosters ein „rotes Tuch“. Im vierten Aufeinandertreffen zogen die Sauerländer am Sonntag zum dritten Mal den Kürzeren, fielen nach der 1:4-Niederlage sowie dem 2:1-Erfolg der Düsseldorfer EG gegen Wolfsburg auf Platz sechs zurück.

Dass die Gäste nach 20 Minuten bereits 0:2 hinten lagen, hatte sich das Pasanen-Team selbst zuzuschreiben. Eindringlich hatte der Trainerstab zu taktischer Disziplin aufgefordert, wollte keine unnötigen Strafen seiner Spieler sehen und bekam genau das. Zwar war Nick Petersens vermeintlicher Bandencheck diskussionswürdig, Duponts Halten im gegnerischen Drittel war es nicht. So verbuchten die Niederbayern binnen 57 Sekunden aufgrund doppelter Roosters-Unterzahl zwei Treffer durch Reed und Treille (19./20.).

Vorher war die Roosterswelt in Ordnung, wenn auch nicht perfekt. Eigene Powerplay-Möglichkeiten blieben einmal mehr ungenutzt, läuferisch hätten sie etwas mehr investieren können. Zwar generierte der IEC gute Gelegenheiten von Raedeke und Petersen im ersten Überzahlspiel, hatte einen guten Schuss von Wruck zu verzeichnen, der ganz knapp über das Tigers-Tor ging, am Ende aber stand die Null und der konterstarke Gegner hatte bereits zwei Treffer verbucht.

Die Roosters dagegen kämpften nicht nur mit den Tigers, sondern intensiv auch mit den eigenen Köpfen. Unruhig war es auf der Bank, man haderte mit sich und mit Entscheidungen der Unparteiischen, statt sich auf das eigene Spiel zu konzentrieren. Straubings dritter Treffer in der 25. Minute war auch einem zu langen Wechsel der York-Formation geschuldet, als Meunier mehr Luft als die Iserlohner Defensive hatte.

Damit war der Rhythmus der Sauerländer endgültig dahin, die Niederbayern kontrollierten das Spiel. Erst Yorks Anschlusstreffer zum 1:3, als der Mannschaftskapitän hinter dem Tor stehend Bacashihua die Scheibe von hinten an den Körper schoss, sorgte für ein klein wenig mehr Hoffnung (36.).

Erstmal aber war es dem Pfosten des Iserlohner Tores zu verdanken, dass man überhaupt eine Chance haben sollte, die Partie zu drehen. Bassen saß zu Beginn des Schlussabschnitts auf der Strafbank, Treille visierte aber nur „Alu“ an. Anschließend verlagerte sich das Match zwar fast ausschließlich in die Defensivzone der Niederbayern, allein der genaue Abschluss fehlte. Petersen, York, Macek, alle hatten Chancen, vergaben aber. So machte Stewart mit einem Schuss ins leere Tor schließlich alles klar (59.). - MiHei

Tigers: Bacashihua – Yeo, Ondruschka; Sturm, Dotzler; Kramer, Canzanello – Gomes, Reed, Wörle; Meunier, Stewart, Treille; Brandl, Röthke, Brandt; Wiederer, Loibl

Roosters: Lange – Sullivan, Liwing; Button, Lavallée; Orendorz, Teubert; Jares – York, Wruck, Petersen; Raedeke, Whitmore, Macek; Foster, Sylvester, Dupont; Bassen, Connolly, Blank

Schiedsrichter: Fischer (Osterode)/Zehentleitner (Oberstorf)

Tore: 1:0 (18:13) Reed (Yeo, Röthke/5:3), 2:0 (19:10) Treille (Meunier, Stewart/5:4), 3:0 (24:40) Meunier (Treille), 3:1 (35:56) York (Raedeke/5:4), 4:1 (58:47) Stewart (Empty Net)

Strafen: Tigers: 10; Roosters: 14 + 10 (Raedeke, Wruck)

Zuschauer: 4 130

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