Kampfsport, Kickboxen

Kämpfen im Schauspielhaus

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Die letzte Einheit in der Sportschule Strackbein: Am Montag ging es für die Schalksmühlerin Marina Schitteck (links) nach Österreich. In Bregenz finden im Schauspielhaus die Kickbox-Weltmeisterschaften der WKU statt.

Schalksmühle – Seit Montag läuft das Abenteuer Weltmeisterschaft für Marina Schitteck. Die Kickboxerin der Sportschule Strackbein aus Schalksmühle brach gestern auf in Richtung des österreichischen Bregenz, wo am heutigen Dienstag mit dem Check-In und dem Wiegen die Weltmeisterschaften der WKU, einer der zwei größten Verbände im Kickboxen, stattfinden. Bevor am Donnerstag die ersten Kämpfe der Vorrunde für die 28-Jährige beginnen, steigt auch langsam die Anspannung bei der amtierenden Internationalen Deutschen Meisterin.

„Ich bin schon etwas nervös, freue mich aber auf die Gelegenheit“, sagte Marina Schitteck beim Abschlusstraining am Sonntag. Dies fand noch einmal in der Sportschule Strackbein statt, wo sich die Athletin den letzten Schliff holte, bevor es am Montag in der ersten Etappe Richtung Österreich bis nach Augsburg zu einem Zwischenhalt ging. Mit dieser Einheit endete für Schitteck, die in der Disziplin Pointfighting der Frauen bis 60 Kilogramm antritt, die entscheidende Phase der Vorbereitung.

Trotz eines kleinen krankheitsbedingten Rückschlags stand in den vergangenen vier Wochen ausschließlich das Kickboxen im Mittelpunkt, nachdem seit der Qualifikation im Sommer bis Anfang September auch noch Krafttraining mit auf dem Plan gestanden hatte. „Die Vorbereitung war insgesamt sehr gut, wir sind guter Dinge“, sagt Trainer Ralf Strackbein. Zumal sich Marina Schitteck bereits das ganze Jahr in guter Verfassung und Form präsentierte. Auf dem Weg zur Qualifikation für einen der Plätze im Nationalteam für die Weltmeisterschaften zeigte die Kickboxerin konstante Leistungen und lieferte sich ein offenes wie enges Duell um Platz eins der nationalen Rangliste, die Plätze eins bis drei dieser Rangliste sicherten die WM-Qualifikation. Die Entscheidung fiel schließlich im Sommer mit dem Sieg beim internationalen Turnier in Simmen.

Seitdem laufen die Planungen für die WM auf Hochtouren. Damit Marina Schitteck sich voll auf den sportlichen Teil konzentrieren konnte und kann, gab es in der Sportschule Strackbein eine Spendenbox, um die nicht unerheblichen Kosten zu decken, was durch zahlreiche Unterstützer auch gelang. „Ich bin allen Unterstützern und Sponsoren sehr dankbar, dass sie mich so unterstützen“, freute sich Schitteck über die große Resonanz. Was genau Marina Schitteck ab Dienstag in Bregenz erwartet, ist derweil unklar.

Schitteck mit selbstbewusstem Ziel

Sicher ist, dass die Austragung der WM im Schauspielhaus von Bregenz für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen wird. Rein sportlich ist das Geschehen derweil schwerer einzuordnen. „Die Konkurrenz scheint auf dem Papier eine der stärksten Klassen zu sein. Aber bei Kämpfen von zwei Minuten ist das auch immer schwer einzuschätzen“, sagt Strackbein. Wohin die Reise mit Beginn der ersten Kämpfe am Donnerstagvormittag also hingeht, ist offen.

Und die Zielsetzung? „Es ist schon ein toller Erfolg für eine eher kleine Sportschule wie uns, dass wir mit Marina Schitteck eine Athletin haben, die die nationale Rangliste anführt und für sich entschieden hat. Da ist die WM bereits eine tolle Sache, die wir auf uns zukommen lassen“, erklärt Ralf Strackbein. Etwas offensiver und selbstbewusster geht Marina Schitteck selbst die Titelkämpfe an. „Die Vorrunde zu überstehen und eine Runde weiterzukommen, habe ich mir schon als Ziel vorgenommen. Natürlich wird es schwer. Man kann nie wissen, was einen erwartet. Auf jeden Fall ist die Vorfreude da“, erklärt die Kickboxerin. Den allerletzten Feinschliff holt sie sich am Mittwoch, wenn in Bregenz neben der Eingewöhnung noch einmal ein lockeres Abschlusstraining auf dem Plan steht, bevor es am Donnerstagmorgen ab 9 Uhr auf der Bühne des Schauspielhauses ernst wird. Dann gilt es für die Aktiven – Marina Schitteck freut sich drauf...

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