Triathlon

Premiere auf bekanntem Terrain

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Stefan Stubner steht vor seiner ersten Ironman-Teilnahme. Der 45-Jährige in Diensten des RC Lüdenscheid hat großen Respekt vor dem abschließenden Marathon.

Lüdenscheid – Die Temperaturen sind in dieser Woche kaum auszuhalten. Jeder Schritt vor die Tür fällt einem schwer. Zum Wochenende hin sollen die Temperaturen ein wenig fallen – gerade im Norden Deutschlands. Eine gute Nachricht für Stefan Stubner, seit diesem Jahr Athlet beim Radsport-Club Lüdenscheid von 1998, der am Sonntag seinen ersten Ironman in Hamburg bestreiten wird.

„Es sollen Mitte 20 Grad werden, damit kann ich mich gut arrangieren. Mit der Hitze komme ich an sich gut klar, aber alles über 30 Grad ist einfach zu heftig“, sagt Stubner. Bereits morgen reist der Ennepetaler in die Hansestadt, um seine Startunterlagen abzuholen. Am Sonntag beginnt der Wettkampf in den frühen Morgenstunden (gegen 6.40 Uhr) mit dem Start an der Alster. Hamburg, als Mekka des Triathlons bekannt, ist ein wohl überlegter Standort für Stubners ersten Ironman. „Ich habe hier bereits einige Starts über die Mitteldistanz absolviert, kenne die Wechselzonen und weiß auch genau, wie die Laufstrecke verläuft. Somit habe ich eine gewisse Orientierung, das wird mir zusätzlich helfen“, erklärt der 45-Jährige.

Eine wirkliche Paradedisziplin hat der Qualitätsmanager nicht, doch genau darin liegt seine große Stärke: „Ich muss schon sagen, dass mir das Schwimmen am leichtesten fällt. Generell kann man sagen, dass ich in keiner Disziplin sonderlich abfalle, aber auch nicht herausrage.“ Seit mittlerweile sieben Jahren startet Stubner über verschiedene Triathlon-Distanzen. Die spezielle Vorbereitung auf den Ironman band Stubner in seinen Alltag mit ein. Die 13 Kilometer zur Arbeitsstelle wurden in den letzten Monaten entweder joggend oder auf dem Fahrrad bewältigt. Das Schwimmtraining absolvierte der seit Jahren beim DLRG tätige Stubner im Anschluss an seine eigene Gruppe, die er jeden Montag betreut. Zudem ist der Athlet als „Spinning-Instructor“ im Fitnessstudio aktiv.

Wertvolle Tipps von Teamkollege Hanakam

„Einzig das Laufen musste ich nochmal exklusiv trainieren, der Rest ließ sich perfekt in den Alltag integrieren“, sagt der RCL-Triathlet. Vor der Laufdisziplin hat Stubner auch den größten Respekt („Am Ende muss ich halt noch genug Kraft in den Beinen haben...“). Große Unterstützung erhält er dabei von seinem Mann, der Familie und einigen Freunden, die extra für das Event nach Hamburg reisen. „Gerade im Marathon reißt die Unterstützung einen aus seinen Gedanken raus, da laufen auch mal zwei, drei Kilometer wie von selbst. Deswegen sollen sich meine Freunde auch gut über die Strecke verteilen, um mich ordentlich anzufeuern“, scherzt Stubner.

Wertvolle Tipps erhielt der Ironman-Neuling auch von seinem erfahrenen Teamkameraden Florian Hanakam, der sich in Frankfurt bereits zum dritten Mal für die Weltmeisterschaft in Hawaii qualifizierte. „Er hat mir geraten, dass ich gerade den Marathon nicht zu schnell angehe, sondern erstmal ruhig in den Lauf starten soll“, so der 45-Jährige. Ein klares Ziel möchte Stubner nicht ausgeben, „aber ich will auf jeden Fall ankommen, eine Zeit von unter elf Stunden wäre schön.“ Die Zeit ist aber wirklich zweitrangig: „Es gibt zu viele Unwägbarkeiten während dieser ganzen Stunden. Ich hoffe, dass alles glatt geht.“ In den letzten beiden Wochen der Vorbereitung ging es darum, den Körper ein wenig runterzufahren, um die Kräfte für die insgesamt 226 Kilometer zu bündeln und am Ende auch beim Rathausmarkt anzukommen. Mit der zahlreichen Unterstützung vom Wegesrand sollte dies sicherlich gelingen.

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