„Pferdelunge“ des Spielertrainers als Faustpfand

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Muss grippebedingt im alles entscheidenden Match am Samstagabends in Baunatal pausieren: Patrick Kuhn (rechts).

Lüdenscheid - Zweifellos ist es das Spiel des Jahres, ja sogar das Spiel der allerdings auch noch recht jungen Vereinsgeschichte für die Sauerland Steel Bulls: Im dritten und alles entscheidenden Play-Off-Halbfinale treffen die Bullen aus dem Sauerland am Samstagabend in Nordhessen auf die Kassel Wizards (19 Uhr).

Mit einem Sieg können die Bergstädter ihren lang ersehnten Traum vom Aufstieg in die 1. Inline-Skaterhockey-Bundesliga perfekt machen.

1:1 steht es nach zwei Spielen in der Serie „best-of-three“, beide Teams konnten ihren Heimvorteil nicht nutzen. „Auch vor dem dritten Spiel stehen die Chancen 50:50. Ich bleibe aber dabei, dass Kassel den größeren Druck hat als wir. Die haben die Vorgabe, aufsteigen zu müssen“, hofft Norbert Krause wie schon im ersten Spiel auf einen Auswärtscoup im Sportkomplex Baunatal.

Für den „Macher“ der Steel Bulls wäre der Aufstieg zugleich auch die Erfüllung eines ganz persönlichen Traums. Nach den Highlandern Lüdenscheid hätte der Meinerzhagener bereits zum zweiten Mal einen Klub in die Erstklassigkeit geführt.

Dafür „müssen wir aber die Fehler abstellen, die wir im Rückspiel gemacht haben“, sagt Krause rückblickend auf Spiel zwei vor Wochenfrist, als die Steel Bulls schon früh einem 1:5-Rückstand hinterher rennen mussten. „Diese Niederlage mussten wir natürlich schneller verarbeiten als eine Niederlage, die man mitten in der Saison kassiert“, so Teamsprecher Robin Krause, „daher haben wir viele Einzelgespräche geführt, Gespräche mit den einzelnen Reihen. Jeder Wechsel muss morgen sitzen, jeder Pass und jeder Schuss konzentriert ausgeführt werden. Wir brauchen die nötige Anspannung, aber auch eine gewisse Leichtigkeit.“

Der Spielertrainer soll dabei voran gehen. Sascha Jacobs, zugleich Topscorer der „Bullen“, wird wohl gleich in zwei Reihen spielen, da Patrick Kuhn grippebedingt passen muss. Krause: „Sascha hat eine Pferdelunge, der braucht das.“ Ex-Eishockeycrack Sebastian Jones dagegen wird wohl wieder von der Bande aus fungieren. Ansonsten ist das Team komplett.

SSB: Mohr, Lingenberg – Jacobs, Reinke, Buchwitz, Rademacher, Krause, Zahn, Bernad, T. Schmidt, Grünschläger, Krause, Drüke

Bürger votieren gegen Attinger Spielstätte

Im zweiten Halbfinale stehen sich mit dem IHC Atting und der Crefelder SC zwei Ex-Bundesligisten gegenüber. Spiel eins ging mit 13:9 an die Bayern, die Skatingbears aus der Seidenstadt glichen in der Vorwoche mit einem 8:7 aus. Besondere Pikanterie: Am 11. Oktober votierten die Bürger der Gemeinde Atting mit 51,06 Prozent der Stimmen gegen den Bau eines Begegnungszentrums und damit eine neue Spielstätte für die Attinger, die damit trotz großer Aufstiegschance vor einer ungewissen sportlichen Zukunft entgegensehen. Seine Heimspiele hat der IHC zuletzt in Donaustauf ausgetragen.

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