SGSH II im Gipfeltreffen abgestürzt

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Kein Durchkommen für Marco Luciano gegen die Halinger Torjäger Robert Ammelt (links) und Dennis Bichmann, die auch in der Abwehr kräftig zupackten.

Menden - Das Gipfeltreffen endete für die Landesliga-Reserve der SG Schalksmühle-Halver mit einem schlimmen Absturz: Beim TV Westfalia Halingen unterlag das Pfaffenbach-Team am Samstagabend 21:34 (11:19) und ging im Rausch der Hausherren völlig unter.

Es war ein Start-Ziel-Sieg der Gutzeit-Schützlinge, der Eindruck hinterließ. Mit einer defensiven 6:0-Abwehr, hinter der der junge Felix Hachmann eine prima Leistung zeigte, und ganz viel Geduld in der Offensive zogen die Handballer aus dem Nordkreis der SGSH früh den Zahn. Der Gast fand überhaupt keinen Zugriff in der Defensive, dazu kam, dass auch Mareks Skabeikis diesmal kein Rückhalt war, weder gegen Halinger Rückraum-Schützen Ammelt und Bichmann noch gegen die Schützen von den Außenpositionen gut aussah. So stand es schnell 6:1 (12.), bald danach 12:5 (22.).

Es war kein Kräftemessen auf Augenhöhe, es war Einbahnstraßen-Handball, bei dem die SGSH auch mit den Referees Elias/Thamm haderte, aber deren Entscheidungen waren in diesem Treiben allenfalls Beiwerk. Der Kern des Problems war ein anderer.

Die SGSH-Reserve kam ohne gewonnene Bälle nicht zum erhofften Tempospiel. Was aber noch schwerer wog: Im aufgebauten Angriff regierte viel Klein-Klein, die Pass-Geschwindigkeit war niedrig, ein schlüssiges Konzept gegen das 6:0-System gab es nicht, dazu kamen viele technische Fehler und Fehlpässe. Erst die Wechsel (Pfaffenbach, Binder und Landwehr für Meisterjahn, Luciano und Pottkämper) brachten etwas mehr Schwung in den Rückraum. Trotzdem war die Partie beim 19:11 zur Pause praktisch vorentschieden.

Der Gedanke an eine Aufholjagd nach der Pause war auch schnell ad acta gelegt. Nach sechs Angriffen ohne SGSH-Tor stand es 22:11. Auch eine doppelte Manndeckung gegen den agilen Spielmacher Warland und Bichmann zeitigte keinen Erfolg. Es ging im gleichen Takt weiter. Nach 50 Minuten stand es gar 29:15.

Vier Potberg-Tore in der Schlussphase

Nun schickte Gutzeit mit Ausnahme von Bichmann die komplette zweite Garde aufs Parkett. Die machte ihre Sache auch gut, allerdings natürlich nicht mehr auf dem allerhöchsten Niveau wie vorher. So kam gerade Potberg nach leichten Halinger Fehlern in der Schlussphase noch zu vier Gegenstoß-Toren und betrieb ein wenig Ergebniskosmetik für den Handballer aus Halver und Schalksmühle, die am Ende gleichwohl komplett bedient den Heimweg in den Südkreis antraten. Der erste Big-Point im Titelkampf ging verdient und eindrucksvoll an den Vizemeister des Vorjahres.

TVH-Schützen:  Bichmann (6), Ammelt (5), König (5), Warland (5/1), Richard (4), Strotkötter (3), Zenka (3/3), Manger (2), Rehle (1)

SGSH-Schützen: Potberg (5), Binder (3), Landwehr (3), Hoffmann (2), Meisterjahn (2), Pfaffenbach (2), Ludwig (2), Pottkämper (1), Wiggershaus (1)

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