Eishockey, DEL

Starker Start: Roosters gewinnen Auftaktpartie in Krefeld

Eishockeyspieler auf dem Eis
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Brody Sutter und die Iserlohn Roosters starteten am Mittwochabend in Krefeld in die Saison.

Obwohl gleich Spieler des neuen Kaders im ersten Saisonspiel fehlten, setzten sich die Iserlohn Roosters am Mittwochabend bei den Pinguinen in Krefeld knapp durch.

Krefeld – Saisonstart ohne Drei: Baxmann, Samanski und Hoeffel fehlten den Iserlohn Roosters beim Auswärtsauftakt in der Yayla-Arena in Krefeld. Am Ende reichte es beim selbsternannten EV Hollywood, der Mannschaft, die in der Vorbereitung fast täglich deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt hatte, zu einem hart erkämpften 3:2 (1:1, 2:0, 0:1)-Erfolg.

Der Auftakt ins Match war aus Roosters-Sicht ein solider. Die Mannschaft wirkte alles andere als nervös, hatte die erste gute Gelegenheit der Partie, als Raedeke aus der Ecke Lautenschlager frei vor dem Tor einlaufen sah und einen genialen Pass spielte. Weil der 25-Jährige aber die Scheibe nicht traf, war der erste gute Moment dahin.

Friedrich kassierte eine Minute später die erste Hinausstellung der Partie, musste wegen Behinderung vom Eis. Die anschließende Unterzahl nutzen die Gastgeber zur Führung. Petrakov stibitzte den Puck, den die Sauerländer kurz hinter der blauen Linie eigentlich schon unter Kontrolle zu haben schienen, und ließ Andy Jenike im Tor keine Chance. Aber auch vom Gegentreffer ließen sich die Roosters nicht aus der Ruhe bringen.

Starker Start: Roosters gewinnen Auftaktpartie in Krefeld

Je länger das Drittel dauerte, um so mehr gute Chancen bekam das O’Leary-Team. Brent Aubins Auge im 400. DEL-Spiel seiner Karriere legte den Grundstein für den Ausgleich. Kurz hinter der blauen Linie sah er, wie Whitney mit Tempo vor das Krefelder Tor skatete, keinen Gegenspieler hatte, frei die Scheibe annehmen und Sergei Belov tunneln durfte. Weil die Iserlohner eine weitere Unterzahl schadlos überstanden, noch zwei, drei weitere gute Gelegenheiten hatten, machte das erste Drittel Lust auf mehr.

Zu Beginn des Mittelabschnitts taten sich beide Teams schwer, wieder in den Rhythmus zu kommen. Zwar verbrachten die Pinguine mehr Zeit in der Zone der Blau-Weißen, Gefährliches aber wurde nicht daraus. Die besser herausgespielten Möglichkeiten hatten die Gäste, die sich erneut, je länger das Drittel dauerte, steigerten und so verdient zum ersten Mal in Führung gingen.

Ein Schuss vom Ex-Krefelder Riefers, abgefeuert in den Verkehr vor dem Tor, landete abgefälscht hinter Belov im Kasten (33.). Die Krefelder – sichtlich sauer – agierten härter, wurden aber erneut von den Sauerländern abgestraft. Drei Minuten vor Drittelende kämpften sich die Roosters mit drei Angreifern in die gegnerische Zone, kombinierten und bejubelten Greniers Abschluss zum 1:3.

Wichtiges Unterzahlspiel im letzten Abschnitt

Eine Strafe Lautenschlagers aber brachte Krefeld zu Beginn des Schlussabschnitts in Überzahl. „Ein ganz wichtiges Unterzahlspiel“, nannte Co-Trainer Brad Tapper die anstehenden 1:41 Minuten, die nach einer weiteren Hinausstellung gegen Bailey doppelt schwer werden sollten. Die Roosters stemmten sich aber mit vollem Einsatz gegen das Powerplay des Gegners, der zwar Schussmöglichkeiten generierte, die Scheibe aber nicht am guten Jenike vorbeibrachte.

Das sollte sich in der 45. Minute ändern. Die Pinguine schalteten schnell um, brachten einen gut gespielten Konter auf den Kasten der Sauerländer, Schuss Schymainski, Jenike kann die Scheibe mit der Fanghand nicht festhalten, der Puck aber trifft Tianulin auf dem Handschuh und springt von dort ins Tor - 2:3. Weil keine aktive Bewegung des Stürmers vorlag, wie sich auch im Videobeweis zeigen sollte, kamen die Pinguine so zum Anschlusstreffer.

Am Sonntag Geisterheimspiel gegen Wolfsburg

Weil anschließend ein weiteres gutes Powerplay der Roosters ohne Treffer verstrich, ging es mit nur einem Treffer Vorsprung in die letzten zehn Minuten. Da waren die Pinguine läuferisch besser unterwegs, bemerkte man ein wenig, dass den Sauerländer ein wenig die Wettkampfkondition abhanden gekommen ist – wenig verwunderlich. Dennoch wurde um jeden Zentimeter gekämpft und, wo es möglich war, jeder Schuss geblockt. Sekunde um Sekunde ging von der Uhr. Dann nahm Krefeld die Auszeit, später den Goalie vom Eis. Als Grenier wegen Hakens in die Kühlbox musste, waren es sechs Krefelder gegen vier Iserlohner. Und die brachten die Situation, gemeinsam mit Jenike über die Zeit, holten sich im ersten Spiel den ersten Sieg.

Am Weihnachts-Wochenende spielen die Roosters am Sonntag daheim gegen die Grizzlys aus Wolfsburg. Spielbeginn am Seilersee ist um 17 Uhr. Zuschauer sind nicht zum Spiel zugelassen.

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