Dupont-Verletzung trübt Freude der Roosters

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Freute sich riesig über den Triumph seiner Kufencracks in Berlin, ärgerte sich aber auch über die schwere Verletzung von Brodie Dupont: Roosters-Erfolgstrainer Jari Pasanen.

Iserlohn - Da gewinnt man gegen den Tabellenführer, stürzt ihn sogar vom Thron der Deutschen Eishockey Liga. Dennoch konnte sich Jari Pasanen, Cheftrainer der Iserlohn Roosters, genauso wie seine Jungs nicht richtig über den Erfolg bei den Eisbären Berlin freuen. Der Grund trug eine weiße Binde um den Arm, die die lädierte Schulter erst einmal stützen sollte: Brodie Dupont.

Zu Beginn des zweiten Drittels, gerade hatte der Kanadier einen wunderbaren Pass zum 2:0 auf Raymond gespielt, musste er nach einem ungeahndeten Gervais-Check vom Eis. „Ich kann mich nicht wirklich freuen, dazu ist der Ausfall von Brodie für uns einfach zu gravierend. Ich freue mich aber für die Jungs, die alles gegeben haben“, so der Finne nach der Partie.

Er selbst sprach zu diesem Zeitpunkt noch von einem Ausfall Duponts zwischen zwei und 13 Wochen. Mannschaftsarzt Jochen Veit wollte es ein wenig mehr eingrenzen. „Fakt ist, dass er eine Stauchung des Schultereckgelenks davon getragen hat. Eine Rückkehr war damit unmöglich. Jetzt müssen wir die Diagnostik einleiten und schauen, wie schwerwiegend die Situation wirklich ist“, so der Mediziner.

Unklar bleibt die Situation auch im Hinblick auf Marko Friedrich. Der junge Stürmer war nach einem Foul in Straubing mit dem Hinterkopf aufs Eis geknallt und kurz bewusstlos. Obwohl es ihm schon in der Hauptstadt deutlich besser ging, wollte Arzt Jochen Veit kein Risiko eingehen. „Mit solchen Symptomen darf man nichts riskieren. Wir werden auch ihn jetzt in Iserlohn noch einmal unter die Lupe nehmen und danach schauen, wann er aufs Eis zurückkehren kann.“

Sportlich war die letzte Partie des Jahres 2015 so erfolgreich wie die zurückliegenden zwölf Monate selbst. Die Roosters erlebten ihr bestes Jahr in der Klubgeschichte und einen Höhepunkt zum Schluss. „Das war bestes Auswärts-Playoff-Hockey“, sagte Trainerlegende Hans Zach nach der Partie der Sauerländer in Berlin bei ServusTV. Ein Ritterschlag. Die Iserlohner Mannschaft hatte einfach nahezu alles richtig gemacht: Wie vom Cheftrainer gefordert, leisteten sich die Sauerländer gerade einmal zwei Strafminuten, standen in der Defensive überragend, hielten sich vollkommen an den von Trainer Pasanen aufgestellten Gameplan.

„Man sieht, was möglich ist, wenn man sich auf diesen Weg einlässt. Es war gut, dass alle gesehen haben, dass sie in einer solchen Verfassung einfach jeden Gegner schlagen können“, so der Finne. Zudem lobte er Torhüter Mathias Lange, der in der Hauptstadt eine herausragende Leistung zeigte. „Es ist immer so, dass es in solch knappen Spielen auf den Torhüter ankommt, aber auch Vehanen im Berliner Tor hat eine tolle Leistung geboten“, sagte Lange Dennoch: der Deutsch-Österreicher war am Mittwochabend eben diese entscheidende Nuance besser als sein Gegenüber. Das machte den Unterschied, anders als in den vergangenen Wochen. Auch da haben Lange und Chet Pickard keinesfalls schlecht gespielt, sie haben am Ende aber nicht mehr den Unterschied gemacht.

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