Kreisvorsitzender Scharf springt als RSV-Vertreter ein

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Eingerahmt von den Kreisvorsitzenden aus Lüdenscheid, Klaus Scharf (rechts), und Olpe, Joachim Schlüter: Staffelleiter Uwe Frommann aus Siegen.

Wenden - „Komplett“, vermeldete Bezirksliga-5-Staffelleiter Hans-Uwe Frommann beim Staffeltag in der Bürgerbegegnungsstätte in Wenden-Altenhof zwar, doch das war letztlich nur eine „Krücke“.

Hatten der Staffelchef, die Vorsitzenden der Kreise Lüdenscheid, Olpe und Siegen-Wittgenstein sowie die Vereinsdelegierten die Sportfreunde Siegen nach dem Rückzug ihrer Zweitvertretung (damit erster Zwangsabsteiger) ohnehin auf die „Verlustliste“ gesetzt, fehlte de facto auch der RSV Meinerzhagen beim Meister und Landesligaaufsteiger FC Altenhof als Ausrichter des Staffeltages am Mittwochabend. Doch der Lüdenscheider Kreisvorsitzende Klaus Scharf sprang als RSV-Mitglied hilfreich ein und fungierte auch als Vereinsvertreter.

90 Minuten benötigte Staffelleiter Frommann dann, um seine Tagesordnung reibungslos durchzuziehen. Der Siegener begrüßte als Neulinge in „seiner“ Staffel die Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn II, SC Listernohl-Windhausen-Lichtringhausen (LWL) 05 und aus dem heimischen Kreis den von Geschäftsführer Norbert Schmidt vertretenen TuS Grünenbaum. Er gratulierte den Hausherren vom FC Altenhof nun auch per offizieller Urkunde zum Aufstieg.

Fairnesspreis geht an FSV Gerlingen

Darüber hinaus stellte er die sportliche Fairness und deren entsprechende Preise in den Mittelpunkt des Staffeltages.

Den mit 320 Euro dotierten Fairnesspreis der Staffel selbst sicherte sich der FSV Gerlingen, der als einziges der 16 Teams ohne Feldverweis in der Saison 14/15 geblieben war. „Das habe ich in mehr als 25 Jahren auch noch nicht erlebt“, bilanzierte Uwe Frommann, „ ich hatte schon mal Jahre, ohne dass eine Mannschaft rot-frei durch die Spielzeit gekommen ist, oder das mehrere eine weiße Weste behalten haben. Eine einzige Mannschaft ist ein Novum“, meinte der Staffelboss, der den drei Kreisvorsitzenden schließlich noch eine Erhöhung des Einsatzes für den Fairplaypreis schmackhaft machte, so dass im neuen Topf 470 Euro sein werden. Im von Westlotto gesponserten Verbandspreis – berechnet aufgrund roter, gelb-roter und gelber Karten – hatten die Gerlinger in der Staffel 6 mit SuS Niederschelden gleichauf die Nase vorn. Unterm Strich stand allerdings nur Rang 13 – dotiert mit 250 Euro. Die gingen per Verbands-Losentscheid an die Niederscheldener Kicker.

Insgesamt freute sich Frommann über eine „zahmer“ gewordene Liga: So ist die Zahl gelb-rote Karten von 43 der Saison 13/14 auf 26 gesunken. Die Anzahl an totalen Feldverweisen war zwar von 33 auf 35 angewachsen, wobei aber die Summe der Sperrwochen von 143 auf 81 zurückgegangen war. Mithin hatte die Schwere der Vergehen abgenommen. Nur drei Fälle hatten die Bezirksspruchkammer beschäftigt, einer wegen Abbrennens von Pyrotechnik. Deren Anwendung – das betonte der Staffelleiter noch einmal außerordentlich – sei auch in Zukunft in jedem Fall zwingend von den Schiris der spielleitenden Stelle zu melden.

Nach kurzem Ausblick auf die Auf- und Abstiegsregelung – der Meister steigt auf, der Zweitplatzierte kann je nach Abstiegszahlen aus höheren Ligen eventuell über eine Relegation noch nachrücken, zudem steigen nach dem Siegener Zwangsabstieg noch die Tabellen-15. und -14. ab – erläuterte der Staffelboss spieltechnische Fragen um die fünfte gelbe Karte und die neue Grußzeremonie vor und nach Meisterschaftsspielen. Abschließend wünschte Frommann den Teams eine ihren Vorstellungen entsprechende Spielzeit und auch sich selbst eine problemfreie und faire Saison.

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