Sportlerehrung

Hirt, Meyer und die Schachgemeinschaft

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Zahlreiche Sportlerinnen und Sportler zeichnete der SSV-Vorsitzende Michael Meyer (vorne rechts) am Sonntag im Bürgerforum des Rathauses aus.

Lüdenscheid - Tennisspielerin Pauline Hirt, Taekwondoka Florian Meyer und die Schachgemeinschaft Lüdenscheid sind die "Sportler des Jahres 2017" in den Hauptkategorien Einzel- und Mannschaft in der Berg- und Kreistadt. Sie und die erfolgreichen Vertreter in vielen weiteren Kategorien wurden am Sonntag vom Stadtsportverband (SSV) Lüdenscheid ausgezeichnet.   

„Wir genießen hier heute ein Privileg“, eröffnete der Vorsitzende des SSV, Michael Meyer, die Sportlerehrung im Bürgerforum, „wir alle sind hier unter Siegern.“ Dabei beschränken sich die Erfolge der siegreichen Geehrten nicht nur auf die Stadt- oder Landesgrenzen, sondern durften die Sportler auch nationale und internationale Erfolge in ihren Sportarten feiern. Beim Sport gehe es laut Meyer nicht ausschließlich um Siege und Medaillen, sondern auch um Disziplin, Verlässlichkeit und Respekt. Bei der Sportlerehrung ging’s demnach auch nicht nur um den Wettkampfsport, sondern auch um die „breite Sportlandschaft“ die Lüdenscheid zu bieten hat.

Die Breite des Lüdenscheider Sports griff auch Bürgermeister Dieter Dzewas in seinen Worten an die Sportler auf und verwies mit bereits auf die breit gefächerten Darbietungen im Rahmenprogramm der Preisverleihung. Vorher mahnte der Bürgermeister aber die anwesenden Vertreter aus dem Sport, immer ein offenes Ohr für Trendsportarten zu haben. „Wir müssen uns immer wieder selber hinterfragen, was die Menschen machen, um sich sportlich zu betätigen“, sagte Dzewas.

Er lobte die Voraussetzungen der Stadt Lüdenscheid mit Sportplätzen und Turnhallen. „Die beste Hardware, um es in Computersprache auszudrücken, nützt dabei aber nichts, wenn keine Software vorhanden ist“, führte der Bürgermeister fort. Was die Software, also die Sportler in Lüdenscheid, zu bieten haben, wurde bei den Ehrungen zum Sportler und zur Sportlerin des Jahres deutlich.

2017 ein besonderes Jahr für Florian Meyer

Denn das Jahr 2017 war für den neuen Sportler des Jahres, den Taekwondoka Florian Meyer, ein ganz besonderes. Nicht nur, wegen der Erlebnisse und Erfolge in ganz Europa, wie bei den Spanish Open, den Belgien Open oder den Kroatien Open, sondern vor allem wegen seines Sieges bei den Deutschen Meisterschaften in Ingolstadt. Der Berufssportler der Sportfördergruppe der Bundeswehr gehört zudem auch der Nationalmannschaft im Olympischen Taekwondo an. Aber auch Rückschläge gehören zum Sport: Drei Operationen an seinem Oberschenkel hatte er sich unterziehen müssen. „Der komplette Muskel war abgerissen“, schilderte Meyer, „aber jetzt stehen bald die nächsten Turniere an, damit ich vielleicht 2020 meinen Traum von Olympia erfüllen kann und als Lüdenscheider dort kämpfen kann.“

Pauline Hirt jüngste Hallen-Westfalenmeisterin 

Auch Lüdenscheids Sportlerin des Jahres verfolgt große Ziele. Pauline Hirt wurde mit 15 Jahren jüngste Siegerin bei den Hallen-Westfalenmeisterschaften im Tennis, verbesserte sich in der Damenrangliste von Position 233 auf 110 und gehört national zu den Top-Tennisspielerinnen unter 16 Jahren. Nach zahlreichen weiteren Erfolgen wechselte das Tennis-Talent zum TC Deuten nach Dorsten, um in der Regionalliga zu spielen. Zudem gehört sie dem Kader des Westfälischen Tennis-Verbands an und trainiert nahezu täglich in Kamen an ihrem Spiel.

Larisch und Tesche mit guten Quoten

Während Hirt und Meyer ihrem Sport eher im Einzel, oder beim Tennis-Talent auch mal im Doppel, nachgehen, zählt bei den Schachspielern der SG Lüdenscheid die Mannschaftsstärke. Durch diese stiegen die Schachspieler in der Saison 2017 sogar in die Verbandsliga auf und wiesen allesamt starke Bilanzen an ihren Brettern auf. Besonders hervor hob Laudator Eberhard Mayer die Leistungen von Spitzenspieler Rolf Larisch, der 78 Prozent seiner Partien gewinnen konnte und des bereits 80-jährigen Wolfram Tesche, der sogar in 79 Prozent seiner Partien als Sieger vom Platz ging.

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