Sportplakette für Markus Sartory und die TSE-Handballer

+
Die stellvertretende Bürgermeisterin Hanna Freissler sowie der Stadtsportverbands-Vorsitzende Klaus-Peter Trappe (rechts) gratulierten den TSE-Handballern sowie Markus Sartory (5. von rechts) zur Sportplakette der Stadt Altena.

Altena - Es ist eine Feierstunde, die große Tradition hat in der Burgstadt mit ihrer ebenso vielfältigen wie lebendigen Sportlandschaft. Am frühen Freitagabend wurden Aktive mit überregionalen Erfolgen in der Zentralen Raumgruppe des Burggymnasiums ebenso geehrt wie die stadtbesten Kinder, Schüler und Jugendliche. Im Mittelpunkt der Stadtbestenehrung stand einmal mehr die Verleihung der Sportplakette der Stadt Altena.

Die Träger dieser besonderen Plakette im Jahr 2018 sind die Handballer der TS Evingsen und der nimmermüde Ausdauerspezialist Markus Sartory, der am Freitag seinen 50. Geburtstag feierte und neben der höchsten Auszeichnung für einen Sportler in Altena auch eine Flasche Sekt mit nach Hause nahm. Dass die Altenaer Sportfamilie spontan ein „Happy birthday“ anstimmte für den Ehrenträger, es war die vielleicht schönste Sequenz in dieser kurzweiligen Feierstunde, die der Stadtsportverbands-Vorsitzende Klaus-Peter Trappe gewohnt souverän moderierte.

Weil Stadtoberhaupt Dr. Andreas Hollstein krankheitsbedingt passen musste, sprang die stellvertretende Bürgermeisterin Hanna Freissler ein. Sie würdigte in ihrer hervorragenden Ansprache die Erfolge der Altenaer Sportler („mein großer Respekt“), aber auch die Funktionäre im Hintergrund sowie alle Breitensportler, die sich nicht dem sportlichen Wettkampf stellen.

 „Es ist nicht der Siegeswille allein, der uns antreibt, Sport zu treiben. Viele Sportangebote in Altena, gerade im Breitensport, dienen insbesondere der gesundheitlichen Vor- und Nachsorge oder einfach dem Wohlfühlen. Und dann ist es ein großer Erfolg für jeden von uns, wenn er den inneren Schweinehund überwunden hat und den Fernsehsport gegen den aktiven Sport eingetauscht hat“, so Freissler. Der Sport sei nicht nur Plattform für körperliche Aktivität. „Sport, das ist auch in der Gemeinschaft Zeit zu verbringen. Zusammen gemeinsame Ziele und Ideen zu erreichen. Zeit mit Freunden. Wichtig hierfür sind die Vielzahl der Sportvereine in Altena. Wir sind sehr froh darüber, eine Vielzahl von Sportarten anbieten zu können und Vereine zu haben, die sich unermüdlich insbesondere für Kinder und Jugendliche engagieren“, betonte die stellvertretende Bürgermeisterin, die zusammen mit dem SSV-Vorstandsmitglied Dr. Helmut Mahr auch die Sportplaketten verlieh.

Stellvertretend für die Evingser „Aufstiegshelden“ nahm der TSE-Dauerbrenner Peter Spelsberg die Plakette entgegen. Die Mannschaft hatte am 12. Mai beim bereits als Bezirksliga-Meister feststehenden Letmather TV mit großer Leidenschaft noch ein bereits als verloren geglaubtes Handballspiel umgebogen. Nach 60 nervenaufreibenden Minuten stand ein 24:23-Sieg auf der Anzeigetafel. Was folgte, war eine Evingser Jubeltraube aus purem Adrenalin und eine rauschende blau-weiße Nacht. Als Vizemeister hatten die TSE-Handballer den Aufstieg in die Landesliga perfekt gemacht. Ein großer Erfolg für das Team von Trainer Sascha Schmoll, das in den Bezirksliga-Spielzeiten zuvor gegen den Abstieg gespielt hatte. Nach fast 30 Jahren mischt die TS Evingsen also wieder in der Handball-Landesliga mit und verkauft sich dort bislang überaus teuer. Mit 9:9-Punkten befindet sich die Turnerschaft auf einem guten Weg, das große Ziel „Klassenerhalt“ zu erreichen.

Ziele stecken und erreichen, damit kennt sich auch Markus Sartory aus. Der Altenaer Triathlet hat über viele Jahre hinweg tolle Erfolge eingefahren und unter anderem diverse Stadtmeisterschaftssiege verbucht beim Triathlon oder den Waldlaufmeisterschaften. Mit 43 Jahren lief Sartory im Jahr 2012 persönliche Marathonbestzeit in Köln, finishte nach 2:50,43 Stunden. Ein Jahr später, 2013, gelang ihm beim legendären Langdistanz-Triathlon in Roth die bärenstarke Zeit von 9:46 Stunden. Bemerkenswerte Leistungen des Ausdauerspezialisten, der auch in diesem Jahr wieder ein tolles Rennen lief und beim überaus schweren Ironman auf Lanzarote (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und dann noch ein Marathon) nach 11:06,26 Stunden ausgelaugt, aber happy als Elfter der Altersklasse M50 ins Ziel kam. Im Gesamtklassement verbuchte er unter rund 2500 Athleten Rang 184. Lediglich sechs Minuten fehlten Sartory zur Qualifikation für den Ironman Hawaii. Für diese Leistungen gab es am Freitag ebenso kräftigen wie aufrichtigen Applaus von den jungen, den nicht mehr ganz so jungen Aktiven und den Zuschauern.

Geehrt wurden traditionell auch die Sportler mit überregionalen Erfolgen. Ralf Springob (SSV) und Holger Wolff (SSV und zugleich Vertreter der Sparkasse) gratulierten den Schwimmern, Leichathleten, Tischtennisspielern sowie den Voltigierern Jolina Ossenbeg-Engels und Timo Gerdes zu ihren Siegen, Platzierungen, Ergebnissen, Zeiten oder Weiten, die Klaus-Peter Trappe in seiner Ansprache herausstrich und allen Geehrten gratulierte.

Doch nicht nur die „Großen“ rückten an diesem Abend ins Rampenlicht, sondern auch der Nachwuchs. Gegen Ende wurden die erfolgreichsten Talente geehrt. Ob Waldlauf, Leichtathletik oder Schwimmen – die Stadtmeisterschaftbewegung ist und bleibt in Altena weiter sehr aktiv. Der Blick in die Zentrale Raumgruppe, er war am Freitag somit wieder ein Blick auf die sportliche Vielfalt der Burgstadt, die stolz auf ihre Sportlerinnen und Sportler – egal welchen Alters – bleibt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare