FSV Werdohl fährt mit Respekt zur SpVg Olpe

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Semir Tuz (rechts) bewies auch am Donnerstag gegen den SuS Langscheid/Enkhausen wieder seine Torgefährlichkeit.

WERDOHL - Diesen Weg kennt die FSV Werdohl inzwischen gut. Das erste Auswärtsspiel der Saison führt sie wie in den vergangenen beiden Jahren zur SpVg Olpe. Ab 15 Uhr gastiert der Landesligist vom Riesei auf dem Kreuzberg, und der Respekt für den Kontrahenten aus dem Südsauerland ist groß. „Da muss unglaublich viel passen, um etwas Zählbares mitzunehmen“, meint FSV-Trainer Carsten Minker.

„In den vergangenen acht Monaten war Olpe die beste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben“, erinnert sich der Übungsleiter nur allzu gut an die deutliche 1:6-Klatsche im Nachholspiel am 11. April. „Und die Mannschaft ist nahezu unverändert, vor allem nachdem Bredebach zurückgekommen ist“, meint Minker. Der Torjäger der SpVg, der in der vergangenen Saison mit 24 Treffern drittbester Torschütze der Liga gewesen ist, wechselte zwar im Sommer zum rheinland-pfälzischen Oberligisten SG Betzdorf, kehrte aber in dieser Woche wieder zurück.

Nur eine wichtige Personalie hat sich auf dem Kreuzberg verändert. Anstelle von Irfan Buz, der inzwischen bekanntlich Co-Trainer von Christoph Daum beim türkischen Erstligisten Bursaspor tätig ist, wird das Team nun von Ottmar Griffel gecoacht. „Aber das personelle Potenzial ist gleich“, so Minker und fügt hinzu: „Wir wussten vorher, dass wir bei dem Auftakt gegen Siegen II und Olpe und dem Umbruch, den wir haben, auch mit einer Null aus den ersten beiden Spielen herausgehen können.“

Können, aber nicht müssen und schon gar nicht wollen – zumal die bisherigen Leistungen am Riesei Mut machen. „In den letzten drei Spielen gegen Marl-Hüls, Siegen und Langscheid haben wir gezeigt, dass wir gut drauf sind. Am Donnerstag im Test gegen Westfalenligisten haben wir auch unseren ersten Punkt geholt. Jetzt gilt es, auch in Olpe aus einem Pflichtspiel was mitzunehmen“, sagt Minker.

Am Donnerstag im Sportpark hat der Werdohler noch einmal ein paar Sachen ausprobiert, sowohl in der Viererabwehrkette als auch im Mittelfeld. Hier ließ er mit einer Raute statt mit einer Fünferbesetzung spielen und schickte stattdessen einen zweiten Stürmer auf das Feld. „Es hat viel gepasst“, meint Minker. Ob das letztlich auch seine taktische Variante für Sonntag wird, ließ er jedoch offen.

„Dieses Wochenende ist es für beide Mannschaften personell noch einmal richtig eng“, sagt Minker. Routinier Moritz Klamann hat sich in den Urlaub verabschiedet, in dem Ismail Uzunoglu immer noch weilt. Dafür kehrt Kosta Sarris zwar zurück. Er soll aber gemeinsam mit Andreas Ketzenberg und Marcel Grahovac in der zweiten Mannschaft aushelfen. Kapitän Manuel Sander ist am Donnerstag zum ersten Mal wieder gelaufen, ein Einsatz kommt aus seiner Sicht aber noch nicht in Frage. Keine optimalen Voraussetzungen, trotzdem wollen die Werdohler nicht nur ihre gute Form bestätigen, sondern sich auch belohnen – zumal auch SpVg-Trainer Ottmar Griffel „voll des Lobes für die FSV“ ist. Am vergangenen Sonntag hatte er persönlich die FSV in Augenschein genommen und urteilt: „Mit ein wenig mehr Glück hätte die FSV das Spiel gegen Siegen nie verlieren dürfen.“

von Stefan Herholz

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