Fußball-Oberliga

RSV erklimmt die Tabellenspitze

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Andreas Spais (Mitte) und der RSV Meinerzhagen führen gemeinsam mit dem TuS Ennepetal die Oberliga-Tabelle an.

Sprockhövel – Die Fan-Kolonie skandierte nach dem Schlusspfiff „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, die Spieler strahlten mit der Spätsommer-Sonne um die Wette: Nach dem 2:0 (1:0)-Sieg bei der TSG Sprockhövel liegt der RSV Meinerzhagen punkt- und torgleich mit dem TuS Ennepetal an der Spitze der Fußball-Oberliga.

Bis sich der RSV jedoch über den Sprung auf Rang eins freuen konnte, hatte er ein hartes Stück Arbeit zu bewältigen. Denn je länger die Partie dauerte, desto schwerer wurden die Beine der Volmestädter, denen das kräftezehrende Westfalenpokalspiel vom Mittwoch noch in den Knochen steckte.

Positiv aber: Anders als vier Wochen zuvor, als dem Pokal-Coup gegen den SC Verl die 0:4-Pleite in Kaan-Marienborn gefolgt war, biss sich der RSV diesmal durch und brachte den „Dreier“ dank einer Willensleistung nach Hause.

Für die Gäste begann das Spiel mit einer Schrecksekunde, als TSG-Flügelspieler Karaca frei vor Torwart Focher auftauchte (3.). Doch nach dessen Parade schlug das Pendel langsam, aber sicher in Richtung RSV aus. Zwar liefen die Sprockhöveler die Meinerzhagener früh an, aber diese wussten sich dank ihrer Ballsicherheit zu befreien und gaben im Ennepe-Ruhr-Kreis den Takt an.

So ging dann auch das Führungstor nach 13 Minuten in Ordnung: Jakobs’ Eckstoß konnte die TSG-Defensive nur unzureichend verteidigen, von außerhalb des Strafraums zog Sakar ab, und mit der Hacke gab Demir dem Ball die entscheidende Richtungsänderung.

Mit dem 1:0 im Rücken gehörte die folgende runde halbe Stunde bis zum Halbzeitpfiff dem RSV. In einen zweiten Treffer vermochte dieser sein Übergewicht aber nicht umzumünzen. Abgesehen davon, dass Platt bei seinem Schuss ans Außennetz Pech hatte (27.), war daran Schiri-Assistent Hennig nicht unbeteiligt. Denn so gut die Leistung von Schiedsrichterin Westerhoff auch war, so schwach war jene von Hennig und seinem Pendant Steenebrügge, die bei mehreren Meinerzhagener Angriffen zu Unrecht abseits winkten.

Hälfte zwei sah eine in der Vorwärtsbewegung nun entschlossenere Sprockhöveler Mannschaft, die sechs Minuten nach Wiederbeginn durch Sahin zum Ausgleich gekommen wäre, wenn sich Focher und Wurm nicht mit vereinten Kräften dagegen gestemmt hätten. Kurz darauf zeigte sich Focher auch gegen D Hone, der sich rechts durchgedribbelt hatte, aufmerksam (54.).

Weil die Volmestädter bei ihren Gegenstößen ungewohnt fahrig agierten und viele Bälle relativ früh verloren, blieb die Begegnung spannend. Allerdings war Sprockhövels Anrennen insgesamt zu wenig zielgerichtet – und was dennoch durchkam, putzte die kampfstarke RSV-Defensive weg. Die Entscheidung fiel gleichwohl erst in der Nachspielzeit: Sakars Freistoßflanke verlängerte Berlinski zum 2:0 in die Tormaschen (90.+2).

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