Nicht zum letzten Mal an der Glör

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Blick auf Staumauer und Talsperre an der Glör.

Kreisgebiet - Sauerland: Land der Natur und der Talsperren. Freizeitparadies und ein Paradies für Läuferinnen und Läufer? Julian Witzel, Volontär in der MZV-Sportredaktion und erfahrener Läufer, der in Kerpen und damit in einem deutlich weniger bergigen Terrain zu Hause ist, testet in den Sommerwochen die Laufstrecken im märkischen Südkreis und stellt sie in einer Serie vor. Heute Teil 3: die Glör-Talsperre

Die Anfahrt aus Lüdenscheid zur Glörtalsperre ist von meiner Wohnung aus mit knapp 20 Minuten Fahrt etwas weit. Nach dem Joggen lasse ich ungern viel Zeit verstreichen, um mich zu duschen und wieder frisch zu fühlen. Aber die Fahrt hat sich gelohnt. Definitiv. Das gute Gefühl stellt sich schon bei der Suche nach einem guten Parkplatz ein. Eine Suche ist im Gegensatz zur Jubachtalsperre nämlich nicht vonnöten, ein großer Parkplatz direkt an der Talsperre lässt keine Wünsche offen. Ab 19 Uhr ist das Parken frei, bis dahin sollte man die Gebühr bezahlen, bevor nicht eine unangenehme Überraschung in Form eines Knöllchens nach der Sporteinheit an der Windschutzscheibe hängt.

Die Strecke entlang der Glör ist vor allen Dingen perfekt beschildert, die Gefahr sich zu verlaufen, ist selbst bei nicht ortskundigen Läufern nicht gegeben. Gefühlt alle 100 Meter steht ein grünes Schild mit der Aufschrift „Wanderweg“.

Dieser Wanderweg ist auch nicht zu uneben, sodass die etwas mehr als drei Kilometer um die Talsperre herum auch perfekt für Jogger geeignet sind. Allerdings merke ich doch, dass selbst diese Strecke einige Steigungen aufweist, die für Sauerländer wohl absolute Normalität sind, mir aber doch einige Körner zusätzlich rauben. Der Untergrund wechselt auf der Strecke, von Waldboden bis Asphalt ist alles dabei. Auf der ganzen Strecke entlang stehen Bäume auf der linken und rechten Seite und bieten bei hohen Temperaturen ausreichend Schatten, der Kurs ist bis dato der schönste, den ich hier im Umkreis gelaufen bin.

Von Runde zu Runde werde ich auch schneller und merke daran, wie wohl ich mich an der Glör fühle. Das sehe nicht nur ich so, unzählige Jogger, Biker und Fußgänger sind unterwegs und genießen die Zeit auf dem Rundweg. Im Anschluss bietet sich allen Sportlern die Möglichkeit, beim „Haus Glörtal“ einzukehren und sich mit einem Kaltgetränk zu stärken und gleichzeitig zu belohnen. Der Blick auf die Talsperre ist schon fast malerisch und lädt ein, um die Seele baumeln zu lassen.

Aber dennoch verweile ich nicht allzu lange dort, da der Heimweg nach dem Sport doch recht weit ist – der einzige persönliche Minuspunkt für mich. Es wird aber gewiss nicht mein letzter Lauf an der Glör gewesen sein. --

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