Hellersen-Duo bei der EM in Kroatien und Deutschland

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Dr. Stefan Nolte und Nuri Erol freuen sich auf die Schützen-EM in Kroatien und Deutschland.

LÜDENSCHEID -  Aus organisatorischen Gründen findet die Europameisterschaft der Sportschützen erstmals an zwei Standorten statt. Während die Kleinkaliber-Disziplinen im kroatischen Osijek ausgerichtet werden, treffen sich die Wurfscheiben-Schützen im thüringischen Suhl. Dr. Stefan Nolte, Chefarzt an der Sportklinik Hellersen, ist dort vom 28. Juli bis zum 8. August in Doppelfunktion tätig.

Nolte obliegt nicht nur die Betreuung der deutschen Nationalmannschaft, sondern ebenfalls die ärztliche Gesamtaufsicht über die Veranstaltung mit über 400 Schützen. Aber natürlich schlägt sein Herz für die deutschen Athleten, die er im Auftrag des Deutschen Schützenbundes bereits seit 20 Jahren betreut. „Das Ziel sind möglichst viele Finalteilnahmen, aber auch Medaillen zum Beispiel im Skeet oder Trap sind möglich“, freut sich Dr. Stefan Nolte auf die EM. Er weiß aber auch um die Stärken der anderen Nationen und erwähnt hier insbesondere die Italiener, die er stark einschätzt. Bei seiner Arbeit als Veranstaltungsarzt kommen ihm natürlich die Erfahrungen von zwei Olympischen Spielen und zahlreichen Welt- und Europameisterschaften zugute. Nicht nur orthopädische Probleme sind zu bewältigen. „Beim letzten Wettkampf führte ein Wespenstich zu einem anaphylaktischen Schock, der gerade noch zu beherrschen war.“ berichtet Dr. Nolte.

Solche dramatischen Situation hat Nuri Erol nicht zu überstehen, aber der Sportphysiotherapeut der Sportklinik Hellersen betreut bei der EM in Kroatien vom 22. Juli bis zum 2. August über 40 deutsche Kleinkaliberschützen, auch dorthin schickt der Deutsche Schützenbund ein leistungsstarkes Aufgebot.

„Wenn bei anderen Nationen mal Not am Mann ist, helfe ich aber auch dort“, erklärt Diplom-Sportlehrer und lobt die kollegiale Atmosphäre unter den Nationalmannschaften. Sein Tag beginnt zwischen 5 und 7 Uhr mit dem Eintreffen des ersten Sportlers auf dem Schießstand und endet oft spät abends nach den Wettkämpfen mit der physiotherapeutischen Betreuung im Hotel.

Seit 25 Jahren betreut Erol bereits Spitzensportler, war ebenfalls bei Olympia, Europa- und Weltmeisterschaften im Einsatz und gibt inzwischen im Rahmen der Trainerausbildung sein Wissen an die nächste Generation weiter. „Ich bin meinem Arbeitgeber dankbar, dass er durch das Ermöglichen solcher Einsätze den Leistungssport unterstützt“, erklärt Erol und ergänzt, dass er ganz besonders stolz sei, als Türke für die deutsche Nationalmannschaft arbeiten zu dürfen.

Michael Wiek

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